Inger-Maria Mahlke, Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2018 © Sascha Erdmann

Deutscher Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis zeichnet seit 2005 den „Roman des Jahres“ aus und ist schon bald nach seiner Einführung zum publikumswirksamsten Preis für deutschsprachige Literatur avanciert. Jedes Jahr können Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zu zwei Romane einreichen, weitere können empfohlen oder von der Jury nachgefordert werden. Aus der Vielzahl der Einreichungen stellt die Jury eine zwanzig Titel umfassende Longlist zusammen, aus der sie wiederum sechs Romane für die Shortlist wählt. Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse schließlich kürt das siebenköpfige Gremium dann den Preisträger bzw. die Preisträgerin. 2018 wurde Inger-Maria Mahlke für ihren Roman Archipel mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Zahlreiche Veranstaltungsformate machen Bücher und Autor/innen im ganzen Bundesgebiet erlebbar, so auch die Blind-Date- und Preisträgerlesungen der Deutsche Bank Stiftung. Damit eröffnet die Stiftung seit Beginn ihrer Unterstützung als Hauptförderer des Deutschen Buchpreises Räume für einen lebendigen literarischen Diskurs.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Die Akademie Deutscher Buchpreis, der Vertreter/innen der Buch- und Kulturbranche angehören, beruft die jährlich wechselnde, siebenköpfige Expertenjury.

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Projektname:

Deutscher Buchpreis

Projektpartner:

Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung

Projektlaufzeit:

seit 2014

nächste Termine:

05.02.2019: Bekanntgabe der Jury und Ausschreibungsbeginn

Der Deutsche Buchpreis hat viel bewegt. Er lenkt den Blick auf das breite Spektrum deutschsprachiger Gegenwartsliteratur.

Rainer Moritz

Leiter, Literaturhaus Hamburg

© Sascha Erdmann

Preisträgerin 2018 | Inger-Maria Mahlke

Inger-Maria Mahlke wuchs in Lübeck und auf Teneriffa auf, studierte Rechtswissenschaften an der FU Berlin und arbeitete dort am Lehrstuhl für Kriminologie. 2009 gewann sie den Berliner Open Mike. Ihr Debütroman Silberfischchen wurde 2010 mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis ausgezeichnet. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2012 wurde ihr der Ernst-Willner-Preis zugesprochen. 2014 erhielt sie den Karl-Arnold-Preis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Fotogalerie Preisverleihung 2018

Die Nominierten der Shortlist 2018 im Porträt

© Christina Weiß

Shortlist 2018

María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten
Maxim Biller: Sechs Koffer
Nino Haratischwili: Die Katze und der General
Inger-Maria Mahlke: Archipel
Susanne Röckel: Der Vogelgott
Stephan Thome: Gott der Barbaren

v. l. n. r. © Carl Hanser Verlag, ZDF/Axel Berger, Catherina Hess, Alva Sjöberg, Vera Prinz, SRF, privat

Jury 2018

Christoph Bartmann (Leiter Goethe-Institut Warschau, Literaturkritiker und Autor)
Luzia Braun (ZDF, stellvertretende Leiterin von „aspekte“)
Tanja Graf (Leiterin Literaturhaus München)
Paul Jandl (freier Kritiker)
Uwe Kalkowski (Literaturblog „Kaffeehaussitzer“)
Christine Lötscher (freie Kritikerin)
Marianne Sax (Inhaberin des Bücherladen Marianne Sax)
Zu den Biografien der Juror/innen

© Rafaela Proell/Suhrkamp Verlag

Preisträger 2017 | Robert Menasse

1954 in Wien geboren, studierte Robert Menasse Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina. Im Anschluss promovierte er 1980 mit einer Arbeit über den “Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb”. Seit 1988 lebt und arbeitet Robert Menasse als Schriftsteller und kulturkritischer Essayist in Wien. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 2013 den Heinrich-Mann-Preis, 2012 den Österreichischen Kunstpreis für Literatur sowie 2002 den Lion-Feuchtwanger-Preis.

Fotogalerie Best of Deutscher Buchpreis 2017