Anne Weber, Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2020 © Thorsten Greve

Deutscher Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis zeichnet seit 2005 den „Roman des Jahres“ aus und ist schon bald nach seiner Einführung zu dem publikumswirksamen Preis für deutschsprachige Literatur avanciert. Jedes Jahr können Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zu zwei Romane einreichen, weitere können empfohlen oder von der Jury nachgefordert werden. Aus der Vielzahl der Einreichungen stellt die Jury eine zwanzig Titel umfassende Longlist zusammen, aus der sie wiederum sechs Romane für die Shortlist wählt. Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse schließlich kürt das siebenköpfige Gremium dann die Preisträgerin bzw. den Preisträger. 2020 wurde Anne Weber für ihren Roman Annette, ein Heldinnenepos mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Zahlreiche Veranstaltungsformate machen die Autorinnen und Autoren sowie ihre Werke im ganzen Bundesgebiet erlebbar, so auch die Blind-Date- und Preisträgerlesungen der Deutsche Bank Stiftung. Damit eröffnet die Stiftung seit Beginn ihrer Unterstützung als Hauptförderer des Deutschen Buchpreises Räume für einen lebendigen literarischen Diskurs.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Die Akademie Deutscher Buchpreis, der Vertreterinnen und Vertreter der Buch- und Kulturbranche angehören, beruft die jährlich wechselnde, siebenköpfige Expertenjury.

p

 

Projektname:

Deutscher Buchpreis

Projektpartner:

Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Förderlaufzeit:

seit 2014

nächste Termine:

05.11.2020 | Preisträgerlesung, Livestream

09.02.2021 | Bekanntgabe Jury und Ausschreibungsbeginn

 

Buchpreise sind ein essenzieller Baustein für jede literarische Kultur. Wie auch der aktuelle Trend zu „Eine Stadt liest ein Buch“-Festivals, ermöglichen sie es einem großen Teil der lesenden Öffentlichkeit, sich zu einer bestimmten Zeit auf ein bestimmtes Buch zu fokussieren. So kann die Art von Diskussion und Erkenntnis entstehen, die uns großartige Bücher ermöglichen. Ein Preis, der wie der Deutsche Buchpreis einen ganzen Sprachraum umfasst, wirkt umso stärker, weil er ein weit größeres Publikum erreicht und der gesamten Gesellschaft mit ihren sehr heterogenen Lesegewohnheiten eine gemeinsame Empfehlung geben kann. Es wird immer Mundpropaganda geben und Kritiken, die einem lesenswerten Buch eine große und verdiente Anziehungskraft verleihen, doch ein Buchpreis kann die Aufmerksamkeit auf ein einzelnes Buch richten und damit im Laufe der Jahre auch literarische Maßstäbe setzen, die gegenwärtiges und vergangenes Schreiben verbinden.

T.C. Boyle

Autor

Der Deutsche Buchpreis ist inzwischen die bestmögliche Antwort auf das Wegbrechen einer ganzen Lesergeneration durch die explodierte Attraktivität der elektronischen Medien. Das Werk steht über Nacht im Mittelpunkt des Interesses, mehr als der Autor oder die Autorin; das Buch wird gekauft und gelesen, auch wenn es gegen den Mainstream schwimmt.

Bodo Kirchhoff

Autor, Preisträger 2016

​v. l. n. r. Maria-Christina Piwowarski, Chris Möller, Denise Zumbrunnen, Katharina Borchardt, Felix Stephan, David Hugendick, Hanna Engelmeier © vntr.media

 

Jury 2020

  • Katharina Borchardt (Literaturredakteurin, SWR2)
  • Hanna Engelmeier (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) und Autorin)
  • David Hugendick (Redakteur, ZEIT ONLINE)
  • Chris Möller (Literaturvermittlerin bei Kabeljau & Dorsch, Berlin)
  • Maria-Christina Piwowarski (Buchhandlung ocelot, Berlin)
  • Felix Stephan (Literaturredakteur, Süddeutsche Zeitung)
  • Denise Zumbrunnen (Buchhandlung Never Stop Reading, Zürich)

Zu den Biografien der Jurorinnen und Juroren

Deutscher Buchpreis 2020

Deutscher Buchpreis 2019