Jury 2019 © Sascha Erdmann

Deutscher Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis zeichnet seit 2005 den „Roman des Jahres“ aus und ist schon bald nach seiner Einführung zu dem publikumswirksamen Preis für deutschsprachige Literatur avanciert. Jedes Jahr können Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zu zwei Romane einreichen, weitere können empfohlen oder von der Jury nachgefordert werden. Aus der Vielzahl der Einreichungen stellt die Jury eine zwanzig Titel umfassende Longlist zusammen, aus der sie wiederum sechs Romane für die Shortlist wählt. Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse schließlich kürt das siebenköpfige Gremium dann die Preisträgerin bzw. den Preisträger. 2018 wurde Inger-Maria Mahlke für ihren Roman Archipel mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Zahlreiche Veranstaltungsformate machen die Autorinnen und Autoren sowie ihre Werke im ganzen Bundesgebiet erlebbar, so auch die Blind-Date- und Preisträgerlesungen der Deutsche Bank Stiftung. Damit eröffnet die Stiftung seit Beginn ihrer Unterstützung als Hauptförderer des Deutschen Buchpreises Räume für einen lebendigen literarischen Diskurs.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Die Akademie Deutscher Buchpreis, der Vertreterinnen und Vertreter der Buch- und Kulturbranche angehören, beruft die jährlich wechselnde, siebenköpfige Expertenjury.

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Projektname:

Deutscher Buchpreis

Projektpartner:

Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Projektlaufzeit:

seit 2014

nächste Termine:

05.09.2019 | Blind-Date-Lesung

17.09.2019 | Bekanntgabe der Shortlist

29.09.2019 | Shortlist-Lesung

13.10.2019 | Preisträgersitzung

14.10.2019 | Preisverleihung

08.11.2019 | Preisträgerlesung Frankfurt (unter Vorbehalt, Programmdetails folgen)

25.11.2019 | Preisträgerlesung Düsseldorf (unter Vorbehalt, Programmdetails folgen)

05.12.2019 | Preisträgerlesung Berlin (unter Vorbehalt, Programmdetails folgen)

Buchpreise sind ein essenzieller Baustein für jede literarische Kultur. Wie auch der aktuelle Trend zu „Eine Stadt liest ein Buch“-Festivals, ermöglichen sie es einem großen Teil der lesenden Öffentlichkeit, sich zu einer bestimmten Zeit auf ein bestimmtes Buch zu fokussieren. So kann die Art von Diskussion und Erkenntnis entstehen, die uns großartige Bücher ermöglichen. Ein Preis, der wie der Deutsche Buchpreis einen ganzen Sprachraum umfasst, wirkt umso stärker, weil er ein weit größeres Publikum erreicht und der gesamten Gesellschaft mit ihren sehr heterogenen Lesegewohnheiten eine gemeinsame Empfehlung geben kann. Es wird immer Mundpropaganda geben und Kritiken, die einem lesenswerten Buch eine große und verdiente Anziehungskraft verleihen, doch ein Buchpreis kann die Aufmerksamkeit auf ein einzelnes Buch richten und damit im Laufe der Jahre auch literarische Maßstäbe setzen, die gegenwärtiges und vergangenes Schreiben verbinden.

T.C. Boyle

Autor

Der Deutsche Buchpreis ist inzwischen die bestmögliche Antwort auf das Wegbrechen einer ganzen Lesergeneration durch die explodierte Attraktivität der elektronischen Medien. Das Werk steht über Nacht im Mittelpunkt des Interesses, mehr als der Autor oder die Autorin; das Buch wird gekauft und gelesen, auch wenn es gegen den Mainstream schwimmt.

Bodo Kirchhoff

Autor, Preisträger 2016

© Pamela-Rußmann, Büro Schramm, privat, Patrick-Gerstorfer, S. Reimold, Clarissa-Stadler, Britta-Schmitz

Jury 2019

  • Petra Hartlieb (Inhaberin der Buchhandlung „Hartliebs Bücher“ in Wien)
  • Hauke Hückstädt (Leiter des Literaturhauses Frankfurt)
  • Björn Lauer (Leiter Einkauf und Marketing der Buchhandlung Hugendubel in Frankfurt am Main)
  • Jörg Magenau (freier Autor und Literaturkritiker)
  • Alf Mentzer (Redakteur beim Hessischen Rundfunk)
  • Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin)
  • Margarete von Schwarzkopf (Journalistin, Autorin und Moderatorin)
    Zu den Biografien der Jurorinnen und Juroren

© Sascha Erdmann

Preisträgerin 2018 | Inger-Maria Mahlke

Inger-Maria Mahlke wuchs in Lübeck und auf Teneriffa auf, studierte Rechtswissenschaften an der FU Berlin und arbeitete dort am Lehrstuhl für Kriminologie. 2009 gewann sie den Berliner Open Mike. Ihr Debütroman Silberfischchen wurde 2010 mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis ausgezeichnet. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2012 wurde ihr der Ernst-Willner-Preis zugesprochen. 2014 erhielt sie den Karl-Arnold-Preis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.