© Giulia Del Piero

Villa Romana-Preis

Der Villa Romana-Preis ist der älteste Kunstpreis in Deutschland und wird seit 1905 verliehen. Den Preis erhielten Künstlerinnen und Künstler wie Max Beckmann, Käthe Kollwitz, Georg Baselitz, Anna Oppermann, Michael Buthe und viele weitere, die die Kunstgeschichte der Moderne geprägt haben. Verliehen wird der Villa Romana-Preis jedes Jahr an vier Künstlerinnen und Künstler, die in Deutschland leben. Für die Dauer von zehn Monaten steht ihnen ein Studio-Appartement im Künstlerhaus Villa Romana in Florenz zur Verfügung und sie erhalten ein Barstipendium. Ausstellungen in Florenz und in Deutschland stellen die Werke der Preisträgerinnen und Preisträger vor. Am Ende ihres Aufenthalts konzipieren sie gemeinsam eine Publikation.

Seit den 1920er Jahren unterstützen die Deutsche Bank und ihre Stiftungen die Villa Romana als Hauptförderer. Die Villa Romana ist damit das älteste von der Deutschen Bank und ihren Stiftungen geförderte Projekt. Ein weiterer langjähriger Hauptförderer ist die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Projektname:

Villa Romana-Preis

Projektpartner:

Villa Romana e. V.

Projektlaufzeit:

seit 2005 (zuvor Förderung durch die Vorgängerstiftungen)

Preisträgerinnen und Preisträger 2019

Rajkamal Kahlon

Lebt nach einem Studium in Kalifornien und New York heute in Berlin. Kahlon zitiert und überzeichnet historische Druckgrafiken aus der kolonialen Propaganda, Ethnografie und Rassenkunde. Mittels Freistellungen, Vergrößerungen und zusätzlicher Details seziert sie deren einst illustrative Funktion und rehabilitiert so Körper, Geschichten und Kulturen, die vergewaltigt oder ausgelöscht wurden. Das Weltmuseum Wien lud sie 2017 zu der noch laufenden Einzelausstellung Staying With Trouble ein, mit der sie die fotografischen Sammlungsbestände interpretierte. Der Titel der Ausstellung verweist auf die Biologin und Wissenschaftsphilosophin Donna Haraway, deren Werk Kahlon in ihrem Arbeitsprozess beeinflusst hat.

KAYA

Kaya ist ein 2010 initiiertes, gemeinschaftliches Projekt von Kerstin Brätsch und Debo Eilers. Beide Künstler arbeiten sowohl eigenständig wie in kollaborativen Projekten. Während Kerstin Brätsch mit der Malerei als einem wandelbaren und körperbezogenen Medium operiert, arbeitet Debo Eilers eher mit skulpturalen Spannungsverhältnissen. KAYA versteht sich als ein „kumulatives Projekt“: jede neue Manifestation ist auf allen vorhergehenden Ausführungen der Kollaboration aufgebaut. Arbeiten von KAYA sind zur Zeit in der Fondazione Memmo in Rom zusehen. 2017 stellte KAYA im Museum Brandhorst in München aus und gab dazu einen Workshop im Museo Madre in Neapel. 2015 organisierte KAYA das KAMP KAYA in der KUB Arena des Kunsthauses Bregenz.

Marcela Moraga

Studierte in Chile und Deutschland und lebt heute in Berlin. Sie arbeitet mit Performances, Video und Installationen über die Ordnung von und die Bewegung in öffentlichen Räumen sowie das Verhältnis von Kultur und Natur. Sie fokussiert sich dabei auf ephemere, undefinierte Räume, um dort Beziehungen zu aktivieren. Moraga arbeitet auch mit Textilien, die sie als verwobene Räume begreift, die als Objekt, Architektur oder zweidimensionales Bild gelesen werden können. Sie hatte Einzelausstellungen in Berlin, Santiago de Chile und Hamburg und nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen in Frankreich, Deutschland, Holland, Brasilien, Chile, Ägypten und Südkorea teil.

Christian Naujoks

Ist Soundkünstler und Komponist. Er studierte in Leipzig und Weimar und tritt sowohl in Ausstellungen als auch mit Performances und Konzerten auf. Dabei kooperiert er oft auch mit anderen Künstlern, wie derzeit mit Ei Arakawa & Sarah Chow im Kunstverein in Düsseldorf oder im vergangenen Jahr mit Ei Arakawa und Dan Poston bei den Skulptur Projekte Münster. Naujoks arbeitet in seinen Kompositionen mit der Mimikry von Prototypen, die er in neue Zusammenhänge bringt, seien es solche der ernsten Musik oder des Pop, der Modernisten oder Romantiker.

Ausstellung Supplica per un’ appendice

Arbeiten der Villa Romana-Preisträgerinnen Jeewi Lee, Anna Möller, Eske Schlüters und Lerato Shadi im Kunstraum München (April bis Mai 2019)

Ausstellung Preisträgerinnen und -träger 2019

Arbeiten der Villa Romana-Preisträgerinnen und -träger 2019 in Florenz (Februar bis März 2019)

Ausstellung Would Have Been | Open Studios

Arbeiten der Villa Romana-Preisträgerinnen und -träger 2018 und Gastkünstlerinnen und -künstlern in Florenz (September 2018)

Ausstellung Il mondo in fuga

Arbeiten der Villa Romana-Preisträgerinnen und -träger 2016 und 2017 im Schloss Corvey (Juni bis November 2018)

Villa Romana

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