© Giulia Del Piero

Villa Romana-Preis

Der Villa Romana-Preis ist der älteste Kunstpreis in Deutschland und wird seit 1905 verliehen. Zu den Preisträger/innen zählten u. a. Max Beckmann, Käthe Kollwitz, Georg Baselitz, Anna Oppermann, Michael Buthe und viele weitere Künstler/innen, die die Kunstgeschichte der Moderne geprägt haben. Der Villa Romana-Preis wird jedes Jahr an vier Künstler/innen verliehen, die in Deutschland leben. Für die Dauer von zehn Monaten steht ihnen ein Studio-Appartement im Künstlerhaus Villa Romana in Florenz zur Verfügung und sie erhalten ein Barstipendium. Ausstellungen in Florenz und in Deutschland stellen die Werke der Preisträger/innen vor. Am Ende ihres Aufenthalts konzipieren sie gemeinsam eine Publikation.

Seit den 1920er Jahren unterstützen die Deutsche Bank und ihre Stiftungen die Villa Romana als Hauptförderer. Die Villa Romana ist damit das älteste von der Deutschen Bank und ihren Stiftungen geförderte Projekt. Ein weiterer langjähriger Hauptförderer ist die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Projektname:

Villa Romana-Preis

Projektpartner:

Villa Romana e. V.

Projektlaufzeit:

seit 2005 (zuvor Förderung durch die Vorgängerstiftungen)

Preisträger/innen 2018

Jeewi Lee © Kira Bunse

Jeewi Lee

1987 in Seoul geboren, studierte Jeewi Lee Malerei an der Universität der Künste Berlin sowie an der Hunter College University, New York und lebt in Berlin. In ihren ortsspezifischen Rauminstallationen, Aktionen und Bildserien arbeitet sie mit performativen oder alltäglichen Ereignissen, die im Werk nur als Spur wahrgenommen werden können. Die Spur zeugt von Bewegungen (im urbanen Raum wie in Ausstellungsräumen) und reflektiert zugleich den eigenen Produktionsprozess. Jeewi Lee beteiligte sich an zahlreichen Gruppenausstellungen in Projekträumen und nahm 2014 und 2017 am Festival of Future Nows in der Neuen Nationalgalerie, Berlin, teil.

Foto: © Kira Bunse

Christophe Ndabananiye

Der 1977 in Lubumbashi, Demokratische Republik Kongo geborene Künstler Christophe Ndabananiye lebt und arbeitet seit 2009 in Berlin. Er studierte an der Hochschule der Bildende Künste in Saarbrücken. In einer Folge von Selbstportraits thematisierte er traumatische Erfahrungen von Flucht, Familie, Heimat, Muttersprache. In seinen neuen Malereien setzt er die Erinnerungsarbeit auf Papier und Styroporplatten fort. Christophe Ndabananiye war u. a. wissenschaftlicher Mitarbeiter im Medienlabor zur Kunst Afrikas an der FU Berlin und nahm an verschiedenen Ausstellungen, u. a. bei SAVVY Contemporary Berlin und im Kunstraum Kreuzberg in Berlin teil.

Foto: © Tobias Keunecke

Lerato Shadi

Die 1979 in Mafikeng, Südafrika, geborene Künstlerin Lerato Shadi lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Kunst an der University of Johannesburg. Lerato Shadis künstlerische Praxis beschäftigt sich mit Körperpolitiken, dem Körper der Frau, der schwarzen südafrikanischen Frau. Dabei geht es um institutionelle Gewalt, patriarchale und koloniale Strategien des Ausschlusses und Vergessens und resistente subjektive Narrationen. Shadi arbeitet in verschiedenen Medien (Zeichnung, Performance, Film). Ihre Arbeiten waren bisher in zahlreichen internationalen Museen und Projekträumen sowie auf den Biennalen von Moskau und Dakar zu sehen.

Foto: © Lerato Shadi

Viron Erol Vert

Der Künstler Viron Erol Vert wurde 1975 in Deutschland geboren und lebt und arbeitet in Istanbul und Berlin. Er studierte an der Universität der Künste Berlin sowie an der Königlichen Akademie Antwerpen und ließ weitere akademische Studien im Bereich Mode- und Textildesign folgen. Vert beschäftigt sich in seinen Objekten und Installationen mit Narrativen der mediterranen Geschichtsschreibung und übersetzt Charaktere in seine optischen Codes. Vert hatte Einzelausstellungen u. a. im Künstlerhaus Stuttgart, in der Galerie Galerist in Istanbul und im Berghain in Berlin.

Foto: © GiGi Spelsberg

Fotogalerie Ausstellung Il mondo in fuga

Arbeiten der Villa Romana-Preisträger 2016 und 2017 im Schloss Corvey (Juni bis November 2018)

Fotogalerie Villa Romana

Weiterführende Links: