Jewish Places mit KULTURLICHTER 2020 ausgezeichnet

Startseitenbild der Webseite Jewish Places © Jüdisches Museum Berlin

on.tour-Programme

 

Partner:
Stiftung Jüdisches Museum Berlin

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Die interaktive Lernplattform für Jewish Places ist mit dem Deutschen Preis für Kulturelle Bildung KULTURLICHTER 2020 ausgezeichnet worden. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden am Abend des 11. März 2021 im Rahmen einer digitalen Preisverleihung bekanntgegeben. Für den von Bund und Ländern erstmals gemeinsam ausgelobten KULTURLICHTER-Preis hat eine Jury über 129 Bewerbungen beraten und neun Projekte in drei Kategorien nominiert.

Die Online-Plattform Jewish Places hat mit ihrer Lernplattform den KULTURLICHTER-Preis in der Kategorie Preis des Bundes erhalten. Dieser zeichnet ein Projekt aus, das bundesweit zur Anwendung gebracht werden kann. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wurde von Kulturstaatsministerin Monika Grütters verliehen.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung!“ sagt Hetty Berg, Direktorin des Jüdischen Museums Berlin. „Als digitales und partizipatives Projekt ermöglicht Jewish Places Menschen von überall eine lebendige Wissensvermittlung. Sie können jüdische Orte online erkunden, aber auch selbst entdecken und ihr Wissen teilen, indem sie neue Orte auf der Karte markieren und mit Inhalt füllen. Nicht nur im Geschichtsbuch, auch in der unmittelbaren Nachbarschaft gab und gibt es vielfältiges jüdisches Leben: Das ist gerade für Schülerinnen und Schüler eine wichtige Erfahrung.“

Mit dem Preisgeld soll die bereits bestehende Webseite Jewish Places um eine Lernplattform ergänzt werden, die Lehrkräften durch verschiedene Konzepte und Workshop-Mustervorlagen ermöglicht, eigene Projekte mit Schülerinnen und Schülern rund um Jewish Places durchzuführen. Die Materialien können flexibel an die jeweiligen Unterrichtssituationen und die Gegebenheiten vor Ort angepasst und weiterentwickelt werden. Die Lernplattform ermöglicht, dass Schulen selbstständig jüdische Orte in der eigenen Umgebung entdecken, jüdische Regionalgeschichte kennenlernen und jüdische Geschichte und Gegenwart so partizipativ erfahrbar wird. Die Vielseitigkeit der Unterrichtsmaterialien setzt auf Niedrigschwelligkeit, Innovation und nimmt Rücksicht auf digitale Ressourcen der Schulen.

Jewish Places ist ein community-basiertes Projekt und beruht auf der Idee von Citizen Science: Wissen außerhalb von Museen und Bildungseinrichtungen ergänzt die klassische Museumsarbeit. Mittels Zoom-, Such- und Filterfunktion können Userinnen und User Orte jüdischen Lebens aus fünf Jahrhunderten erkunden. Außerdem können sie selbst Einträge vervollständigen, eigene Inhalte hinzufügen und Fotos und Filme hochladen. Die Devise ist dabei: entdecken, lernen, teilen.

Das Jüdische Museum Berlin hat das Projekt gemeinsam mit wissenschaftlichen und kulturellen Bildungseinrichtungen sowie Gedächtnisorganisationen aus Deutschland entwickelt. Die Entwicklung von Jewish Places wurde ermöglicht durch Förderungen der U.S. Friends of the Jewish Museum Berlin, der Rothschild Foundation (Hanadiv) Europe, der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz sowie durch eine Spende von Sam Gronner & Tamar Kallman (mit Schwerpunkt Ilmenau/Thüringen).

Rund um Jewish Places startete 2019 das neue Outreach-Programm des Jüdischen Museums Berlin. Dafür wurden unter anderem die Projektwochen on.tour goes Jewish Places entwickelt, die von der Deutsche Bank Stiftung im Rahmen der on.tour-Programme gefördert werden.

on.tour-Programme

Im Jahr 2021 eröffnet das Jüdische Museum Berlin sein Kindermuseum ANOHA, 2020 wurde bereits die neue Dauerausstellung präsentiert. Aufbauend auf der programmatischen Neuausrichtung, die mit diesen großen Projekten verbunden ist, setzt das Jüdische Museum Berlin auch in seiner zukünftigen Bildungsarbeit neue Maßstäbe. Das Outreach-Programm bildet dabei einen besonderen Schwerpunkt und wird im Zuge der vielen Neuerungen zeitgemäß weiterentwickelt. Die Deutsche Bank Stiftung unterstützt die Neukonzeption der on.tour-Programme seit 2018.

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