Expertengremium über Studie zu Musikunterricht

© Paulo Infante (CC0) via Unsplash

Rat für Kulturelle Bildung

 

Partner:
Bertelsmann Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator, Stiftung Nantesbuch

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Der Rat für Kulturelle Bildung nimmt Stellung zu einer aktuellen Studie zu Musikunterricht in der Grundschule und erklärt, dass systematisches Monitoring eine wichtige Voraussetzung für Bildungsgerechtigkeit und für guten Unterricht ist.

„Die Studie der Bertelsmann Stiftung macht auf ein großes Problem aufmerksam: In Deutschland fehlen an Grundschulen ausgebildete Musiklehrkräfte, ungefähr die Hälfte des vorgeschriebenen Musikunterrichts wird fachfremd erteilt und der Nachwuchs über die Hochschulen stockt. Es wäre nun wichtig, in einem deutschlandweiten systematischen Monitoring genaue Zahlen auch zur bildenden Kunst in der Grundschule und zu Musik und Kunst in den weiterführenden Schulen zu erheben. Hier müssen die Bundesländer mitziehen“, kommentiert Eckart Liebau, Vorsitzender des unabhängigen Expertengremiums Rat für Kulturelle Bildung, die heute veröffentlichte Studie Musikunterricht in der Grundschule – Aktuelle Situation und Perspektive, die im Auftrag des Deutschen Musikrates, der Konferenz der Landesmusikräte und der Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde.

Für viele Kinder ist die Schule der erste und häufig einzige Ort, der ihnen systematisch die Begegnung mit Musik, Kunst, Literatur, Theater und den weiteren Künsten  eröffnet – sei es im Unterricht oder durch zusätzliche schulische Angebote Kultureller Bildung. „Schulen sind zentrale Kulturorte in der lokalen Bildungslandschaft. Sie sind zu einer quantitativ hinreichenden und qualitativ hochwertigen Grundversorgung mit Kultureller Bildung als grundlegendem Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung und der Allgemeinbildung verpflichtet“, so Liebau. „Der Expertenrat sieht Kulturelle Bildung als öffentliches Gut. Sie hat das Potenzial, in die Gesellschaft zu wirken – hierfür braucht es klug gestaltete Zugänge zu Kunst und Kultur als wesentlichen Grundlagen modernen Lebens auch in Alltag und Arbeit. Denn Wahrnehmungs- und Gestaltungsfähigkeiten werden mehr denn je gebraucht, gerade auch im Blick auf komplexe, immer wieder neue und unerwartete Herausforderungen. Guter Unterricht in den künstlerischen Fächern und Bereichen leistet hier einen entscheidenden Beitrag.“

Das Expertengremium hat in verschiedenen Studien und Denkschriften immer wieder die Wichtigkeit von Zugängen und kultureller Teilhabe in Schule thematisiert. Im Herbst wird eine Handreichung zur Bildungspolitik die wichtigsten Ergebnisse in diesem Bereich bündeln.

Über den Rat für Kulturelle Bildung

Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Ihm gehören elf Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Erziehungswissenschaften, Medienpädagogik, Pädagogik, Politische Bildung, Soziologie, Kulturelle Bildung und die Künste.

Der Rat für Kulturelle Bildung ist eine Initiative der Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und der Stiftung Nantesbuch.

Publikationen des Rats für Kulturelle Bildung

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