20.09.-10.11.2019 – Ausstellung „Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche“

Gustav Lewin © Nachlass Gustav Lewin im Hochschularchiv | Thüringisches Landesmusikarchiv

Daten im Überblick

Wo:
Thüringer Museum Eisenach
Stadtschloß
Markt 24
99817 Eisenach

Wann:
20. September bis 10. November 2019

Ausstellungseröffnung am 22. September 2019
18.30 Uhr

Gustav Lewin © Nachlass Gustav Lewin im Hochschularchiv | Thüringisches Landesmusikarchiv

Vom 20. September bis zum 10. November 2019 wird im Thüringer Museum Eisenach (Stadtschloss) die Ausstellung Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche präsentiert. Sie erzählt die Lebensgeschichten von jüdischen Musikerinnen und Musiker, die als Mitglieder Thüringer Theater, Musikhochschulen, Musikschulen sowie auch als private Lehrerinnen und Lehrer die kulturelle Landschaft Thüringens mitgestalteten – und ab 1933 im nationalsozialistischen Deutschland ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden.

Manche von den in der Ausstellung dargestellten Musikerinnen und Musiker, wie etwa der weltberühmte Schwager Gustav Mahlers, Eduard Rosé (1859-1943), der als erster Cellist am Orchester des Großherzoglichen Theaters sowie als Lehrer an der damaligen Großherzoglichen Musikschule in Weimar wirkte und am Ende seines Lebens in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt wurde, sind für viele ein Begriff. Über viele andere Musikerinnen und Musiker ist kaum etwas bekannt. Ihre Namen werden in der Ausstellung aufgelistet, um sie vor dem Vergessen zu bewahren.

Die Ausstellung Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche entstand im Rahmen des gleichnamigen Forschungsprojektes, das von April 2018 bis Juni 2019 von der Thüringer Staatskanzlei gefördert und vom Verein weim |art e.V. getragen wurde.

Die feierliche Ausstellungseröffnung findet am 22. September 2019 im Rahmen eines Konzertes der ACHAVA Festspiele Thüringen statt. Der international renommierte Pianist und Dirigent Vladimier Stoupel bringt die Werke der verfolgten jüdischen Komponisten Arnold Schönberg, Erwin Schulhoff und Karol Rathaus zu Gehör.

Über das Projekt

Die Schicksale jüdischer Persönlichkeiten des Thüringer Musiklebens vor und während des Nationalsozialismus stehen im Zentrum des 2018 angelegten Forschungsprojektes Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche – Forschung, Tagung und Ausstellung, das den bisherigen Forschungsstand um neue Erkenntnisse und die Geschichte der Thüringer Musikkultur um neue Aspekte ergänzt. Die Deutsche Bank Stiftung ermöglicht seit 2019 gemeinsam mit dem Land Thüringen die Fortsetzung dieses ambitionierten Projektes am Lehrstuhl für die Geschichte der Jüdischen Musik der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar (HfM Weimar).