18.02.2019 – Podiumsdiskussion “Alles immer smart?”

© darkmoon 1986 (CC0) via Pixabay

Daten im Überblick

Wo:
Komische Oper
Foyer
Unter den Linden 41
10117 Berlin

Wann:
18. Februar 2019
19.30 Uhr

Eintritt:
frei

© darkmoon 1986 (CC0) via Pixabay

Anlässlich der Denkschrift Alles immer smart. Kulturelle Bildung, Digitalisierung, Schule des Rats für Kulturelle Bildung findet eine Podiumsdiskussion Alles immer smart? Gemeinsame Herausforderungen für Schule und Kultur im digitalen Wandel in der Komischen Oper Berlin statt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Aufgrund des begrenzten Platzangebots wird um Anmeldung wird gebeten. Zum Online-Anmeldeformular

Begrüßung und Einführung:
Prof. Dr. Eckart Liebau, Vorsitzender des Rates für Kulturelle Bildung

Podium:
Mechthild Eickhoff, Leitung UZWEI_Kulturelle Bildung im Dortmunder U
Prof. Dr. Benjamin Jörissen, Experte im Rat für Kulturelle Bildung und Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz (KMK)
Ivana Scharf, Geschäftsleiterin MUTIK gGmbH

Moderation:
Manuel Hartung, DIE ZEIT

Die schulische Bildung muss digitaler werden – das ist von politischer Seite beschlossen. Breitband, WLAN, Tablets und Schulclouds gehören dank des “DigitalPaktes” hoffentlich bald in allen Schulen zur Grundausstattung. Bislang weitgehend ungeklärt ist indessen, mit welchen Konzepten und Programmen Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler die Geräte sinnvoll nutzen sollen. Jetzt ist der Zeitpunkt, um pädagogisch sinnvolle Konzepte zum Umgang mit der Digitalisierung in den Schulen zu entwickeln und über die Weiterbildung der Lehrkräfte zu sprechen.

Für die zu erlernenden digitalen Kompetenzen hat die Kultusministerkonferenz (KMK) 2016 in ihrer Strategie Bildung in der digitalen Welt bereits einen Rahmen vorgegeben. Darüber hinaus betrachtet der Rat für Kulturelle Bildung die Digitalisierung als einen kulturellen Prozess. Deshalb ist es unerlässlich, die künstlerischen Fächer stärker in den Blick zu nehmen. Sie sind prädestiniert dafür, Schülerinnen und Schüler die neuen digitalen Darstellungs- und Gestaltungsfähigkeiten – wie audiovisuelle Prinzipien, bildhafte Inszenierungen oder nonverbale Kommunikation – zu vermitteln. Gerade Kulturelle Bildung und der Umgang mit den Künsten bereichern zudem das digitale Lernen, weil sie die Sinne schärfen und leibliche wie ästhetische Erfahrungen ermöglichen. Freude und Interesse an Digitalisierung entwickeln Kinder und Jugendliche vor allem bei den kreativen Kulturangeboten mit Musik, Fotografie, Tanz und Videos. Der Rat schlägt zur zeitnahen Umsetzung kurz- wie auch langfristige Strategien vor.

Auch im Feld der Kulturellen Bildung werden bereits viele digitale Strategien und Konzepte entwickelt. Schulen brauchen jetzt gezielte Kooperationen mit solchen außerschulischen Partnern, zum Beispiel mit zeitgemäß ausgestatteten Lernorten wie Bibliotheken oder mobilen Angeboten wie Medienbussen.

Mit seiner aktuellen Denkschrift Alles immer smart. Kulturelle Bildung, Digitalisierung, Schule und Veranstaltungen möchte der Rat für Kulturelle Bildung einen Beitrag zu dieser wichtigen öffentlichen Debatte leisten und den Entwicklungsprozess an den Schulen unterstützen. Die Publikation erscheint am 16. Januar 2019.

Über den Rat für Kulturelle Bildung
Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Ihm gehören dreizehn Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Bildungsforschung, Erziehungswissenschaften, Medienpädagogik, Pädagogik, Politische Bildung, Soziologie, Kulturelle Bildung und die Künste. Der Rat für Kulturelle Bildung ist eine Initiative der Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und der Stiftung Nantesbuch.