15.11.-31.12.2019 – Ausstellung „Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche“

Gustav Lewin © Nachlass Gustav Lewin im Hochschularchiv | Thüringisches Landesmusikarchiv

Daten im Überblick

Wo:
Hochschule für Musik Franz Liszt
Hochschulzentrum am Horn
Carl-Alexander-Platz 1
99425 Weimar

Wann:
15. November bis 31. Dezember 2019

Gustav Lewin © Nachlass Gustav Lewin im Hochschularchiv | Thüringisches Landesmusikarchiv

Vom 15. November bis zum 31. Dezember 2019 wird in der Hochschule für Musik Franz Liszt die Ausstellung Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche präsentiert. Sie erzählt die Lebensgeschichten von jüdischen Musikerinnen und Musiker, die als Mitglieder Thüringer Theater, Musikhochschulen, Musikschulen sowie auch als private Lehrerinnen und Lehrer die kulturelle Landschaft Thüringens mitgestalteten – und ab 1933 im nationalsozialistischen Deutschland ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden.

Manche von den in der Ausstellung dargestellten Musikerinnen und Musiker, wie etwa der weltberühmte Schwager Gustav Mahlers, Eduard Rosé (1859-1943), der als erster Cellist am Orchester des Großherzoglichen Theaters sowie als Lehrer an der damaligen Großherzoglichen Musikschule in Weimar wirkte und am Ende seines Lebens in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt wurde, sind für viele ein Begriff. Über viele andere Musikerinnen und Musiker ist kaum etwas bekannt. Ihre Namen werden in der Ausstellung aufgelistet, um sie vor dem Vergessen zu bewahren.

Die Ausstellung Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche entstand im Rahmen des gleichnamigen Forschungsprojektes, das von April 2018 bis Juni 2019 von der Thüringer Staatskanzlei gefördert und vom Verein weim |art e.V. getragen wurde.

Die Ausstellung wird am 15. November 2019 im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften in Weimar eröffnet. Ein kurzer Vortrag über die Ausstellung und ein Konzert mit einer Phantasie für Cello und Klavier des verfolgten Hochschuldozenten Gustav Lewins werden die Eröffnung begleiten.

Über das Projekt

Die Schicksale jüdischer Persönlichkeiten des Thüringer Musiklebens vor und während des Nationalsozialismus stehen im Zentrum des 2018 angelegten Forschungsprojektes Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche – Forschung, Tagung und Ausstellung, das den bisherigen Forschungsstand um neue Erkenntnisse und die Geschichte der Thüringer Musikkultur um neue Aspekte ergänzt. Die Deutsche Bank Stiftung ermöglicht seit 2019 gemeinsam mit dem Land Thüringen die Fortsetzung dieses ambitionierten Projektes am Lehrstuhl für die Geschichte der Jüdischen Musik der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar (HfM Weimar). 

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