
Wenn Bach trauert | Frankfurter Bachkonzerte
Gordon Safari © Andrej Grilc
Mit der Veröffentlichung seines Buches Wenn Bach trauert (Bärenreiter-Verlag) präsentiert der international renommierte Bachforscher Dr. Meinolf Brüser bahnbrechende Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte und Aufführungspraxis der Bachmotetten (BWV 225-229). Entgegen der lange vertretenen Auffassung, die Motetten seien als Trauermusiken für Honorationen und hoch angesehene Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leipzig entstanden, kommt Brüser zu dem Schluss, dass ihnen vielmehr familiäre und zutiefst persönliche Anlässe zugrunde lagen: Die Werke erscheinen als Ausdruck individueller Trauerarbeit.
Gemeinsam mit Meinolf Brüser präsentiert das Ensemble BachWerkVokal unter Leitung von Gordon Safari eine Auswahl dieser Motetten und nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Entdeckungsreise in Bachs persönliches Umfeld.
19.15 Uhr: Konzerteinführung durch Dr. Meinolf Brüser, Mozart Saal
Künstlerinnen und Künstler
Ensemble BachWerkVokal Salzburg
Gordon Safari, Leitung
Programm
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Motette Ich lasse dich nicht, Du segnest mich denn BWV 159
Motette Fürchte dich nicht, ich bin bei dir BWV 228
Motette Jesu, meine Freude BWV 227
Motette Der Geist hilft unser Schwachheit auf BWV 226
Motette Komm, Jesu, komm BWV 229
Motette Singet dem Herrn ein neues Lied BWV 225
Frankfurter Bachkonzerte
Die Frankfurter Bachkonzerte bilden einen wichtigen Bestandteil im Kulturleben der Stadt Frankfurt. Sie machen Werke des berühmten Thomaskantors und seiner Zeitgenossinnen und -genossen erlebbar, zeigen aber auch die Wirkung von Bachs Werk auf spätere Komponistinnen und Komponisten. Seit der Spielzeit 2013/2014 kooperieren die Frankfurter Bachkonzerte mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Die Deutsche Bank Stiftung fördert im Rahmen des Projekts den musikalischen Nachwuchs.