Shortlist zum Literaturpreis der deutschen Wirtschaft veröffentlicht

© Heike Steinweg, Tanita Olbrich, Max Zerrahn

Literaturpreis der deutschen Wirtschaft

 

Partner:
Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.

© Heike Steinweg, Tanita Olbrich, Max Zerrahn

Nina Bußmann, Marius Goldhorn und Ozan Zakariya Keskinkılıç stehen auf der Shortlist für den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft 2026. Aus zwölf Autorinnen und Autoren der Longlist wählte die Jury drei aus, deren Werke durch eine mutige und raffinierte Sprache geprägt sind und ihre Wirkung besonders im bewusst Ausgelassenen entfalten. Ausschlaggebend für die Auswahl waren sprachliche Präzision und ästhetische Originalität.

Zur diesjährigen Jury unter Leitung von Dr. Marcella Prior-Callwey gehören die Fachberaterinnen und -berater Maryam Aras (Literaturkritikerin und Autorin), Dr. Ronald Düker (Literaturkritiker) und Barbara Mundel (Intendantin, Münchner Kammerspiele) sowie Mitglieder des Gremiums Literatur des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft.

Die Nominierten auf einen Blick

Nina Bußmann wurde 1980 in Frankfurt am Main geboren und lebt in Berlin und im Wendland. Für ihre Romane, darunter Große Ferien und Dickicht (beide Suhrkamp Verlag), erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter den Robert Gernhardt Preis (2019), den 3sat-Preis (2011) sowie das Alfred-Döblin-Stipendium (2022). 2025 erhielt sie das Arbeitsstipendium Literatur des Berliner Senats. Nominiert ist sie für ihren Titel Drei Wochen im August.

Marius Goldhorn wurde 1991 in Lahnstein geboren und ist Autor des Romans Park (Suhrkamp Verlag) und des Gedichtbandes Yin (Korbinian Verlag). Seine Erzählungen und Essays wurden in mehrere Sprachen übersetzt. 2025 erschien sein zweiter Roman Die Prozesse bei Kiepenheuer & Witsch, für den er nominiert ist.

Ozan Zakariya Keskinkılıç, geboren 1989, studierte Politikwissenschaft in Wien, Berlin und Cambridge. 2022 erschien sein Lyrikdebüt Prinzenbad (Elif Verlag), 2023 das Sachbuch Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes (Verbrecher Verlag). Seine Texte wurden in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht, u. a. in anders bleiben (Rowohlt, 2023), und in mehrere Sprachen übersetzt. Er wurde u. a. für den Clemens-Brentano-Preis und den Dresdner Lyrikpreis nominiert und erhielt 2025 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. Der nominierte Titel Hundesohn ist sein erster Roman.

Literaturförderung Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft

Seit 1953 zeichnet der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft herausragende Talente der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus. Der gattungsübergreifende Literaturpreis der deutschen Wirtschaft ist mit 20.000 Euro dotiert und wird jährlich an Autoren und Autorinnen unter 45 Jahren verliehen, deren Werke durch hohe literarische Qualität überzeugen. Neben den klassischen literarischen Gattungen stehen auch neuere Literaturformate im Förderfokus, darunter Texte von Bloggerinnen und Bloggern sowie zeitgenössische sprachliche Ausdrucksformen wie Slam-Poetry.

Sie möchten Veranstaltungshinweise und Informationen von der Deutsche Bank Stiftung erhalten? Dann melden Sie sich für unsere Newsletter an. Zur Anmeldung