Jury nominiert 20 Romane für Longlist

v. l. n. r. Maria-Christina Piwowarski, Chris Möller, Denise Zumbrunnen, Katharina Borchardt, Felix Stephan, David Hugendick, Hanna Engelmeier © vntr.media

Deutscher Buchpreis

 

Partner:
Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

v. l. n. r. Maria-Christina Piwowarski, Chris Möller, Denise Zumbrunnen, Katharina Borchardt, Felix Stephan, David Hugendick, Hanna Engelmeier © vntr.media

Die Jury des Deutschen Buchpreises 2020 hat 20 Romane für die Longlist ausgewählt. Seit Ausschreibungsbeginn haben die sieben Jurymitglieder 206 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2019 und dem 15. September 2020 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecherin Hanna Engelmeier, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) und Autorin: „Im Gegensatz zur Lektüre der Nachrichten der vergangenen Monate bot die Beschäftigung mit den über 200 eingereichten Titeln vielfältige Lichtblicke. Der Jury eröffnete sich ein Panorama von überwiegend realistisch angelegten Romanen. Besonders viele Romane nutzen das (auto)biographische Erzählen, stark vertreten sind zudem Titel, die sich mit historischen Themen auseinandersetzen. Die Longlist spiegelt diese Schwerpunkte wider, greift aber zusätzlich Romane auf, die sich jüngeren identitätspolitischen Debatten widmen. Es freut uns, dass auch Bücher vertreten sind, die die Form des Romans aufbrechen und mit ihr experimentieren. Die Longlist repräsentiert so nicht nur eine Vielfalt von Themen, sondern auch die Vielfalt poetischer Ausdrucksformen dieser Saison.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Helena Adler, Die Infantin trägt den Scheitel links (Jung und Jung, Februar 2020)
  • Birgit Birnbacher, Ich an meiner Seite (Paul Zsolnay, März 2020)
  • Bov Bjerg, Serpentinen (Claassen, Januar 2020)
  • Arno Camenisch, Goldene Jahre (Engeler, Mai 2020)
  • Roman Ehrlich, Malé (S. Fischer, September 2020)
  • Dorothee Elmiger, Aus der Zuckerfabrik (Carl Hanser, August 2020)
  • Valerie Fritsch, Herzklappen von Johnson & Johnson (Suhrkamp, Februar 2020)
  • Thomas Hettche, Herzfaden (Kiepenheuer & Witsch, September 2020)
  • Charles Lewinsky, Der Halbbart (Diogenes, August 2020)
  • Deniz Ohde, Streulicht (Suhrkamp, August 2020)
  • Leif Randt, Allegro Pastell (Kiepenheuer & Witsch, März 2020)
  • Stephan Roiss, Triceratops (Kremayr & Scheriau, August 2020)
  • Robert Seethaler, Der letzte Satz (Hanser Berlin, August 2020)
  • Eva Sichelschmidt, Bis wieder einer weint (Rowohlt Hundert Augen, Januar 2020)
  • Anne Weber, Annette, ein Heldinnenepos (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2020)
  • Olivia Wenzel, 1000 Serpentinen Angst (S. Fischer, März 2020)
  • Frank Witzel, Inniger Schiffbruch (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2020)
  • Iris Wolff, Die Unschärfe der Welt (Klett-Cotta, August 2020)
  • Jens Wonneberger, Mission Pflaumenbaum (Müry Salzmann, Oktober 2019)
  • Christine Wunnicke, Die Dame mit der bemalten Hand (Berenberg, August 2020)

Mehr Informationen zu den Titeln finden Sie auf der Website des Deutschen Buchpreises 2020.

Neben Hanna Engelmeier gehören der Jury an: Katharina Borchardt (SWR2), David Hugendick (ZEIT ONLINE), Chris Möller (Kabeljau & Dorsch), Maria-Christina Piwowarski (Buchhandlung ocelot), Felix Stephan (Süddeutsche Zeitung), Denise Zumbrunnen (Buchhandlung Never Stop Reading).

Im nächsten Schritt wählen die Jurymitglieder aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 15. September 2020 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autorinnen und Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Die Preisverleihung findet am 12. Oktober 2020 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse als Livesendung aus dem Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Deutscher Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis zeichnet seit 2005 den „Roman des Jahres“ aus und ist schon bald nach seiner Einführung zu dem publikumswirksamen Preis für deutschsprachige Literatur avanciert. Vergeben wird der Preis von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Bereits seit 2014 ist die Deutsche Bank Stiftung Hauptförderer der Auszeichnung. Mit ihrem Engagement und eigenen Lesungsformaten eröffnet sie Räume für einen lebendigen literarischen Diskurs. Weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Sie möchten Veranstaltungshinweise und Informationen von der Deutsche Bank Stiftung erhalten? Dann melden Sie sich für unsere Newsletter an. Zur Anmeldung