Katastrophenprävention in Madagaskar

© I Ako Randrianarivelo, IFRC

Katastrophenprävention in Madagaskar

 

Partner:
Deutsches Rotes Kreuz, Auswärtiges Amt

© I Ako Randrianarivelo, IFRC

Seit Ende 2020 unterstützt die Deutsche Bank Stiftung die Katastrophenprävention in Madagaskar. Das Deutsche Rote Kreuz verstärkt in dem Inselstaat, der immer wieder Schauplatz von Naturkatastrophen ist, seine frühzeitige humanitäre Hilfe in einem dreijährigen Projekt. Ein Schwerpunkt liegt auf besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen in informellen Siedlungen. 

Die madagassische Hauptstadt Antananarivo zählt zu den am schnellsten wachsenden Städten in Afrika. Rund 72% der Stadtbevölkerung leben in slum-ähnlichen Bezirken, die Hälfte davon in Flussnähe. Bei Überschwemmungen oder Zyklonen sind die Bewohner in den informellen Siedlungen besonders gefährdet. Sie leben auf engsten Raum in ärmlichen Verhältnissen und verfügen nicht über ausreichend Wasser- und Sanitäranlagen. Schon im Alltag ist die Versorgungslage häufig unzureichend und die Ansteckungsgefahr durch Krankheiten oder schlechte hygienische Bedingungen sehr hoch. Die Covid-19-Pandemie hat den Handlungsbedarf noch einmal verstärkt.

Um die Resilienz bei Katastrophen vor Ort zu stärken, baut das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit dem Madagassischen Roten Kreuz Hilfsstrukturen auf und aus. Dazu werden Gemeindenotfallpläne entwickelt sowie Simulationsübungen, Sicherheitstrainings und -maßnahmen an Schulen durchgeführt. Ergänzt werden diese durch Ausbildung, Sensibilisierung und Trainings von Freiwilligen und lokalen Gemeinde-Komitees beispielsweise im Notfallmanagement und in Erster Hilfe. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auch auf der Schulung von Kindern und Jugendlichen, die ihr neues Wissen in die Gemeinden tragen sollen.

Um eine großflächige Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern, werden verstärkt Schutzmaßnahmen in Antananarivo durchgeführt. Schulungen über Präventionsmaßnahmen, die Installation von Handwascheinrichtungen an öffentlichen Orten wie Marktplätzen oder Busbahnhöfen und Informationskampagnen an Schulen sollen dabei helfen, die Menschen vor der Pandemie zu schützen.

Katastrophenprävention in Madagaskar

Aufgrund seiner Lage im Indischen Ozean ist Madagaskar regelmäßig von Zyklonen und Überschwemmungen betroffen. Diese treffen die Bevölkerung, insbesondere in den strukturschwachen informellen Siedlungen der Hauptstadt Antananarivo, oft schwer. Um dem etwas entgegenzusetzen, baut das Deutsche Rote Kreuz die Katastrophenprävention vor Ort weiter aus. Sicherheitstrainings an Schulen sowie die Ausbildung von Freiwilligen sollen vor allem Kinder und Jugendliche besser auf den Ernstfall vorbereiten. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt gefördert und seit Ende 2020 von der Deutsche Bank Stiftung unterstützt.

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