Jury nominiert acht Titel für den Deutschen Sachbuchpreis 2026

© Christof Jakob

Deutscher Sachbuchpreis

 

Partner:
Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

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Die Jury des Deutschen Sachbuchpreises 2026 hat acht Titel für die Auszeichnung nominiert. Seit Ausschreibungsbeginn haben die sieben Jurymitglieder 239 Bücher von 132 Verlagen gesichtet, die seit April 2025 erschienen sind.

Jurysprecher Pascal Mathéus, Buchhandlung Wassermann in Hamburg-Blankenese:
„Was soll ich tun? Diese kantische Grundfrage passt am besten zur diesjährigen Liste der nominierten Titel für den Deutschen Sachbuchpreis. Angesichts drängender ethischer Fragen der Gegenwart ermöglichen die Bücher Orientierung, indem sie vorausblicken und zurückschauen, den Blick in die Weite richten oder ein Problem besonders scharf konturieren. Es handelt sich um historische, politische und medizinische Zugriffe, die notwendigerweise nur einen Ausschnitt liefern können. Die Jury hofft aber, dass dieser Ausschnitt möglichst breit und vielfältig geraten ist. Besonderen Wert hat die Jury auf die sprachliche Gestalt gelegt. In Zeiten explodierender Textfluten aus künstlichen Quellen erscheint die sprachliche Durchdringung der Gegenwart in einer verständlichen Weise als Wert an sich.“

Die nominierten Titel (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Heike Behrend: Gespräche mit einem Toten. Gustaf Nagel, Prophet vom Arendsee (Matthes & Seitz Berlin), August 2025
  • Florence Gaub: Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel (dtv), November 2025
  • Tilmann Lahme: Thomas Mann. Ein Leben (dtv), Mai 2025
  • Konstantin Richter: Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG (Suhrkamp), Oktober 2025
  • Irina Scherbakowa: Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen (Droemer), November 2025*
  • Bettina Schöne-Seifert: Leben, Körper, Tod. Zwölf aktuelle Kontroversen der Medizinethik (Wallstein), Oktober 2025
  • Roberto Simanowski: Sprachmaschinen. Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz (C.H.Beck), Oktober 2025
  • Ronen Steinke: Meinungsfreiheit. Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen (Berlin Verlag), Februar 2026

*Das Manuskript für Der Schlüssel würde noch passen wurde von Irina Scherbakowa auf Russisch verfasst und für die deutschsprachige Originalausgabe von Jennie Seitz und Ruth Altenhofer übersetzt.

Der Jury gehören neben Pascal Mathéus an: Sibylle Anderl (Die Zeit), Maja Brankovic (Wirtschaftswoche), Manuela Lenzen (Wissenschaftsjournalistin), Patricia Rahemipour (Institut für Museumsforschung/ Stiftung Preußischer Kulturbesitz), Stefan Spiegel (funk/ Marmota Maps) und Katrin Vohland (Naturhistorisches Museum Wien).

Aus den acht nominierten Titeln kürt die Jury das Sachbuch des Jahres, das am 8. Juni 2026 in Hamburg ausgezeichnet wird. Die Preisverleihung findet im Kleinen Saal der Elbphilharmonie in Hamburg statt.

Deutscher Sachbuchpreis

Der Deutsche Sachbuchpreis ist mit insgesamt 42.500 Euro dotiert und wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende, in deutscher Sprache verfasste Sachbücher, die Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung geben. Eine unabhängige Jury wählt die Nominierten sowie die Preisträgerin oder den Preisträger. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält 25.000 Euro, die sieben Nominierten erhalten je 2.500 Euro. Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Bank Stiftung, darüber hinaus unterstützen die Stadt Hamburg und die Frankfurter Buchmesse die Auszeichnung.

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