Handreichung Auf den Punkt – Kunst, Kultur, Bildung veröffentlicht

© Manuel Nageli (CC0) via Unsplash​

Rat für Kulturelle Bildung

 

Partner:
Bertelsmann Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator, Stiftung Nantesbuch

© Manuel Nageli (CC0) via Unsplash​

In seiner neuen Handreichung Kunst, Kultur, Bildung gibt das unabhängige Expertengremium Rat für Kulturelle Bildung Empfehlungen für die Kulturpolitik. Die Publikation erscheint in der dreiteiligen Reihe Auf den Punkt, in der Kulturelle Bildung als ressortübergreifende Entwicklungsaufgabe für die Jugend-, Bildungs- und Kulturpolitik betrachtet wird. 2020 erschien die bildungspolitische Handreichung Kulturort Schule, im Frühjahr 2021 die jugendpolitische Handreichung Kulturraum Kindheit und Jugend. Die Empfehlungen aus allen drei Handreichungen werden auf einem digitalen Fachtag am 10. November 2021 weiter diskutiert.

In seiner Handreichung Kunst, Kultur, Bildung empfiehlt das Expertengremium der Kulturpolitik und -verwaltung, im Wesentlichen drei Handlungsfelder in den Blick zu nehmen: Kultureinrichtungen in ihrem Profil Kultureller Bildung zu stärken, den digitalen Wandel kulturpolitisch zu begleiten, sowie kommunale Bildungslandschaften mit Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Kulturpädagogen im Zusammenspiel mit dem Bildungsbereich, vor allem Schulen, stärker zu unterstützen.

Das Potenzial von Kultureinrichtungen als Orte der Teilhabe nutzen
Kultureinrichtungen ermöglichen die direkte Begegnung mit kulturellen Ausdrucksformen und genießen eine grundsätzlich hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Dem steht die geringe Nutzung von Kulturangeboten durch die Gesamtbevölkerung gegenüber. Der Expertenrat plädiert für eine Verankerung der Vermittlungsperspektive auf Leitungsebene von Kultureinrichtungen. Ein ausgewiesenes Budget für Kulturelle Bildung in jeder Kultureinrichtung muss einen signifikanten Teil ihres Gesamthaushaltes ausmachen. Zudem müssen Kunst- und Musikhochschulen in jedem ihrer Ausbildungsstränge Schwerpunkte mit Vermittlungsexpertise setzen.

Den digitalen Wandel kulturpolitisch begleiten
Die Corona-Krise hat im gesamten Kulturbereich einen Digitalisierungsschub ausgelöst, der Chancen für Zugänge zu Kunst und Kultur eröffnet. Damit kulturelle Teilhabe gelingt, braucht es Strategien, die die spezifischen didaktischen Möglichkeiten des Digitalen nutzen. Institutionen und Akteure der Kulturellen Bildung müssen sich selbst stärker in die Moderation und Gestaltung des Kulturwandels einbringen, denn der digitale Wandel erfordert auch ästhetische Kompetenzen. Diese beiden Aufgaben brauchen kulturpolitische Unterstützung weit über coronabedingte Überbrückungsmaßnahmen hinaus: mit Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Digitalisierung, einer entsprechenden Personalausstattung und einer unbürokratischen Förderung technischer Infrastruktur, zum Beispiel mit einem „Digitalpakt Kultur“, der auch eine Qualifizierungsoffensive mit einbezieht.

Kultur in Bildungslandschaften verorten und sichtbar machen
Nach Ansicht des Expertenrates fehlt es an einer flächendeckenden systematischen Verankerung von Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Kulturpädagogen in lokalen Bildungskonzepten. Kommunale Bildungslandschaften schließen neben Schulen auch Kultureinrichtungen wie Museen, Theater, Bibliotheken ein. Servicestellen, welche die Kompetenzen vor Ort in der Kommune bündeln und Anbieter Kultureller Bildung mit Bildungseinrichtungen gezielt vernetzen, sollten stärker gefördert werden.

Publikationen des Rats für Kulturelle Bildung

Rat für Kulturelle Bildung

Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Ihm gehören elf Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Erziehungswissenschaften, Medienpädagogik, Pädagogik, Politische Bildung, Soziologie, Kulturelle Bildung und die Künste.

Der Rat für Kulturelle Bildung ist eine Initiative der Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und der Stiftung Nantesbuch.

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