Das Jüdische Museum Berlin tourt durch Niedersachsen

Die JMB-Direktorin Hetty Berg (rechts im Bild) und Dr. Kristina Hasenpflug, Geschäftsführerin der Deutsche Bank Stiftung, beladen den on.tour-Bus mit Objekten der neuen mobilen Dauerausstellung. © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

on.tour-Programme

 

Partner:
Stiftung Jüdisches Museum Berlin

Die JMB-Direktorin Hetty Berg (rechts im Bild) und Dr. Kristina Hasenpflug, Geschäftsführerin der Deutsche Bank Stiftung, beladen den on.tour-Bus mit Objekten der neuen mobilen Dauerausstellung. © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

Vom 5. bis 9. Juni 2023 geht das Jüdische Museum Berlin (JMB) mit der neuen mobilen Ausstellung auf Niedersachsen-Tournee: Jeweils zwei ausgebildete Vermittler und Vermittlerinnen fahren mit dem Tourbus drei verschiedene Oberschulen an. Station machen sie in Wurster Nordseeküste, Freiburg/Elbe und Dahlenburg.

Nach der Ankunft in der Schule laden sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Kisten mit Exponaten, Tafeln mit Erklärtexten, Vitrine, Tablets und Bildschirm und methodischen Werkzeugen wie Abstimmungskarten aus dem Tourbus aus. Dann setzen sich die Jugendlichen, die siebten bis zehnten Klassen angehören, in ihrer jeweiligen Lerngruppe mit jüdischer Geschichte und Gegenwart aus jüdischer Perspektive in einer dreistündigen Unterrichtseinheit auseinander. Das Material ist in die Themenfelder „Worte & Sprachen“, „Rituale & Feste“, „Orte & Migration“, „Liebe & Sexualität“, „Konflikte & Entscheidungen“, „Zivilisationsbruch“ und „Wer bin ich?“ gegliedert. Die Deutsche Bank Stiftung fördert seit 2018 exklusiv das on.tour-Programm.

Jeder Schüler und jede Schülerin in Deutschland sollte mindestens einmal das Jüdische Museum Berlin besucht haben, bevor er oder sie die Schule beendet hat“, wünscht sich Hetty Berg, seit 2020 als Direktorin des JMB im Amt. Um die Inhalte des Museums aber auch Jugendlichen nahe zu bringen, die nicht ohne Weiteres nach Berlin reisen können, geht das JMB seit Juni 2007 deutschlandweit on.tour. Bis Ende 2022 hatte das mobile Museum alle 16 Bundesländer mehrfach bereist, bundesweit mehr als 600 weiterführende Schulen und andere Orte besucht und mit mehr als 76.000 Schülerinnen und Schülern gearbeitet.

„2019 wurde dieses Bildungsprogramm weiterentwickelt und startete 2022 in Berlin und Brandenburg. Jetzt geht das neue JMB on.tour auch in den anderen Bundesländern auf Tournee“, sagt Hetty Berg. „Darüber freue ich mich sehr. Schüler*innen im ganzen Land eröffnet die mobile Ausstellung einen ganz anderen Blick auf die deutsche Geschichte und jüdische Kultur.“

Die Deutsche Bank Stiftung fördert das on.tour-Programm schon seit 5 Jahren. „Die on.tour-Programme vermitteln anschaulich jüdisches Leben und jüdische Kultur in Deutschland und bringen dieses Wissen direkt zu den Schülerinnen und Schülern in die Klassenräume und auf den Schulhof. Das ist eine sinnvolle Ergänzung zum Schulunterricht und erreicht auch Kinder und Jugendliche, die bislang kaum mit den Themen in Berührung gekommen sind“, sagt Dr. Kristina Hasenpflug, Geschäftsführerin der Deutsche Bank Stiftung. „Gerade deswegen fördern wir das Outreach-Programm: Wir möchten jungen Menschen neue Erfahrungsräume eröffnen und ihnen ermöglichen, sich mit dem kulturellen Leben auseinanderzusetzen.“

„on.tour”-Programme

Im Jahr 2021 eröffnete das Jüdische Museum Berlin sein Kindermuseum ANOHA, 2020 wurde bereits die neue Dauerausstellung präsentiert. Aufbauend auf der programmatischen Neuausrichtung, die mit diesen großen Projekten verbunden ist, setzt das Jüdische Museum Berlin auch in seiner zukünftigen Bildungsarbeit neue Maßstäbe. Das Outreach-Programm bildet dabei einen besonderen Schwerpunkt und wurde im Zuge der vielen Neuerungen zeitgemäß weiterentwickelt. Die Deutsche Bank Stiftung unterstützt die Neukonzeption der „on.tour”-Programme seit 2018.

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