Arrangement von Aurélien Bello bei Rattles Abschlusskonzert

Akademie Musiktheater heute

 
Eigenprojekt der Deutsche Bank Stiftung

Aurélien Bello © P. Adamik

Vor rund 30 Jahren gab Simon Rattle sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern. 2002 wurde er Chefdirigent der Berliner Philharmoniker und Künstlerischer Leiter der Berliner Philharmonie. Nun verlässt der Dirigent die Berliner Philharmoniker. Am 16. Juni fand zu seinen Ehren ein Abschlusskonzert statt. Gespielt wurde ein Arrangement des Harfenisten und Dirigenten Aurélien Bello, Alumnus der Akademie Musiktheater heute.

Das Konzert sollte eine Hommage an den Chefdirigenten Simon Rattle sein und seine Erfolge in den Berliner Jahre Revue passieren lassen. Entwickelt wurde ein Arrangement aus französischer Musik, Haydn und Sibelius, und Höhepunkte aus Rattles Zeit wie Le Sacre du Printemps (Rhythm is it!), der Ring aus Aix-en-Provence oder die Matthäus-Passion. Zwei tschechische Stücke, eine Komposiion von Leoš Janáček und eine von Antonín Leopold Dvorák, durften nicht fehlen, da sich Simon Rattle diesem Land sehr verbunden fühlt. Gerahmt wurde das Arrangement von Mahlers Sinfonie Nr. 5 undThomas Adès’ Asyla, Stücke, die Rattles Beginn bei den Berliner Philharmonikern markieren, sowie Mahlers Sinfonie Nr. 6, das in Rattles letzten Programm als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker eine Rolle spielte. Zum Abschluss erklang When I’m 64 von den Beatles. Diesen Song zitierte Rattle, als er auf der Pressekonferenz seinen Rücktritt ankündigte. Aurélion Bello arrangierte die Stücke für ein reduziertes Orchester. Der musikalischen Abschied für Simon Rattle sollte den intimen Rahmen eines Late-Night-Konzerts haben.

Aurélien Bello war von 2010 bis 2012 Stipendiat der Akademie Musiktheater heute (AHM), einem europäische Förderprogramm für den Musiktheaternachwuchs der Deutsche Bank Stiftung. Er studierte Musiktheorie, Harfe und Orchestrierung am CNSMD von Lyon. Im Anschluss folgte ein Dirigierstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Prof. Hans-Dieter Baum.

Als Harfenist spielte Aurélien Bello bei renommierten Orchestern, so auch den Berliner Philharmonikern, unter Dirigenten wie Simon Rattle, Pierre Boulez, Tugan Sokhiev und Gustavo Dudamel. Seit 2009 ist Aurélien Bello ständiger Dirigent der Jungen Philharmonie Brandenburg und leitet seit deren Gründung im April 2015 die Junge Kammerphilharmonie Berlin, Orchester des Jungen Freundeskreises der Berliner Philharmoniker.