Antje Rávik Strubel erhält den Deutschen Buchpreis 2021

Antje Rávik Strubel © vntr.media

Deutscher Buchpreis

 

Partner:
Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Antje Rávik Strubel © vntr.media

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2021 steht fest. Antje Rávik Strubel erhält die Auszeichnung für ihren Roman Blaue Frau.

Die Spannung stieg, als die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, im Kaisersaal des Frankfurter Römers nach vorne trat, um das Votum der Jury des Deutschen Buchpreises 2021 bekannt zu geben. Applaus brandete dann auf, als sie verkündete, dass Blaue Frau von Antje Rávik Strubel als „Roman des Jahres“ ausgezeichnet würde.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben, Hauptförderer ist seit 2014 die Deutsche Bank Stiftung.

Die Jury begründete ihre Entscheidung für den Roman der Preisträgerin wie folgt: „Mit existenzieller Wucht und poetischer Präzision schildert Antje Rávik Strubel die Flucht einer jungen Frau vor ihren Erinnerungen an eine Vergewaltigung. Schicht um Schicht legt der aufwühlende Roman das Geschehene frei. Die Geschichte einer weiblichen Selbstermächtigung weitet sich zu einer Reflexion über rivalisierende Erinnerungskulturen in Ost- und Westeuropa und Machtgefälle zwischen den Geschlechtern.“

Antje Rávik Strubel erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisträgerin wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder hatten seit Ausschreibungsbeginn 230 Titel gesichtet. Aus diesen Romanen wurde eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt. Im nächsten Schritt wählte die Jury daraus sechs Titel für die Shortlist.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2021 gehören an: Knut Cordsen (Kulturredakteur, Bayerischer Rundfunk), Bettina Fischer (Leiterin Literaturhaus Köln), Anja Johannsen (Leiterin Literarisches Zentrum Göttingen), Richard Kämmerlings (Literarischer Korrespondent, Die Welt), Sandra Kegel (Ressortleiterin Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Beate Scherzer (Buchhändlerin, Proust Wörter + Töne) und Anne-Catherine Simon (Feuilleton-Redakteurin, Die Presse).

Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert: Norbert Gstrein (Der zweite Jakob), Monika Helfer (Vati), Christian Kracht (Eurotrash), Thomas Kunst (Zandschower Klinken) und Mithu Sanyal (Identitti).

Deutscher Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis zeichnet seit 2005 den “Roman des Jahres” aus und ist schon bald nach seiner Einführung zu dem publikumswirksamen Preis für deutschsprachige Literatur avanciert. Vergeben wird der Preis von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Bereits seit 2014 ist die Deutsche Bank Stiftung Hauptförderer der Auszeichnung. Mit ihrem Engagement und eigenen Lesungsformaten eröffnet sie Räume für einen lebendigen literarischen Diskurs. Weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

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