30.09.2026 – Sunville | Poet in Residence

Fiston Mwanza Mujila © Silvio Guiman

Daten im Überblick

Wo:
Tischlerei
Deutsche Oper Berlin
Zillestraße 63
10585 Berlin

Wann:
30.09.2026
20.00 Uhr

Fiston Mwanza Mujila © Silvio Guiman

The sea is a wild animal – Überlebende des Meeres, Geflüchtete und Exilierte kommen auf einer Insel zusammen. Aus dem Nichts errichten sie eine neue Gesellschaft, ohne die alten Regeln von Herkunft und Macht. Kann es das geben, eine Gemeinschaft, die auf Liebe gründet?

Gastgeber des Abends sind zwei intergalaktische Kollaborateure: Sun Ra, Vordenker des Afrofuturismus als Antwort auf den omnipräsenten Rassismus, und Karlheinz Stockhausen, welcher der Enge der Kunstwelt entfliehen wollte.

The truth about the planet earth is a bad truth, singt Sun Ra 1972. Als Fluchtpunkt wählt er die Musik – und, mit etwas Ironie, das All. Im Afrofuturismus geht es um Widerstand durch Imagination (Adyam Tesfamariam) – dieser Spur folgt der Abend und sucht nach neuen Antworten. Der kongolesische Autor Fiston Mwanza Mujila nimmt uns mit in die Second World, in der afrikanische Kosmologien, Black Science-Fiction und beißende Satire kollidieren.

Sofia Jernbergs Musik ist Resonanzraum und Gegenrede zugleich: Zeitgenössische Komposition trifft auf spirituellen Jazz, Improvisation auf Griyo-Tradition.

Künstlerinnen und Künstler
Sofia Jernberg, Komposition/ Musikalische Leitung
Fiston Mwanza Mujila, Libretto
Stephanie Thiersch, Regie/ Choreografie/ Bühnenkonzept
Sonja Füsti, Bühnenbild
Lauren Steel, Kostüme
Elisa Erkelenz, Kuration/ Konzept/ Dramaturgie
Flavia Wolfgramm, Dramaturgie

Besetzung
Sofia Jernberg, Sopran
Noa Frenkel, Alt
Serge Kakudji, Countertenor
Fiston Mwanza Mujila, Storytelling/ Performance
Ole Morten Vågan, Kontrabass/ musikalische Einstudierung
Espen Reinertsen, Saxofon
Kit Downes, Piano
Musiker*innen des Orchesters der Deutschen Oper Berlin, Streichquartett

Deutsche Oper Berlin – Poet in Residence

Die Deutsche Oper Berlin gehört zu den führenden Opernhäusern Europas. Ihr Anliegen ist es, künstlerische Exzellenz mit gesellschaftlicher Relevanz zu verbinden: Oper wird als Kunst der Gegenwart gedacht – mit künstlerischem Mut, internationaler Vernetzung und Publikumsoffenheit. Neben der Pflege des großen Repertoires stehen gleichberechtigt Uraufführungen und spartenübergreifende Projekte. Die Deutsche Bank Stiftung fördert das Format Poet in Residence seit 2026.

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