28.03.2019 – HfMDK bei Frankfurter Bachkonzerte

Daten im Überblick

Wo:
Alte Oper Frankfurt
Mozart Saal
Opernplatz 1
60313 Frankfurt am Main

Wann:
28. März 2019
20.00 Uhr

© Alte Oper Frankfurt / Moritz Reich

Unter dem Titel „Wohltemperiert – nicht nur für Klavier: Originale und Bearbeitungen“ setzen sich die Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) bei den Frankfurter Bachkonzerten in der Alten Oper Frankfurt unter anderem mit Bachs Wohltemperierten Klavier (1722) und anderen Kompositionswerken, die sich der “wohltemperierte Stimmung” bedienen, sowie Bearbeitungen auseinander.

Programm

19:15 Uhr:
Konzerteinführung mit Musikbeispielen durch Christian Kabitz im Mozart Saal für die Mitglieder und Abonnent/innen der Frankfurter Bachkonzerte e.V., die Abonnenten der Bachreihe sowie für die Freunde der Alten Oper.

20:00 Uhr:
Konzert „Wohltemperiert – nicht nur für Klavier: Originale und Bearbeitungen“
Mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

Zum Programm der Frankfurter Bachkonzerte

Wohltemperierte Stimmung

Der Begriff “wohltemperierten Stimmung” geht auf den Musiker und Musiktheoretiker Andreas Werckmeister zurück. 1691 erfand er ein neues Stimmungsmodell, mit dem möglich war in entlegenen Tonarten zu spielen, ohne dass die Akkorde scharf oder falsch klangen. Nur zwei Jahre später benutzt Johann Pachelbel in seinen Suitensammlungen 17 Tonarten, J. K. F. Fischer spinnt 1702 den Faden der Ariadne musica durch 19 Dur- und Moll-Tonarten, und Johann Mattheson legt in seiner Exemplarischen Organistenprobe von 1719 Generalbass-Übungen in allen 24 Tonarten vor.

Bach konnte also 1722 bei seinem Wohltemperierten Klavier auf Vorbilder zurückgreifen, sowohl was den Umgang mit der gesamten Palette der Tonarten anging als auch in der Kombination von Präludium und Fuge. Er war nicht der Erste, aber auch nicht der Letzte, der sich das „Wohltemperiert“ kompositorisch zunutze machte. Mit seinen 24 Préludes op. 28 griff Chopin greift die Idee auf, Rodion Schtschedrin und Dmitri Schostakowitsch schrieben jeweils 24 Päludien und 1942 zeigte Paul Hindemith in seinem Ludus tonalis, wie man mit dieser Vielfalt von Tonarten originell umgehen kann.

Frankfurter Bachkonzerte

Die Frankfurter Bachkonzerte bilden einen wichtigen Bestandteil im Kulturleben der Stadt Frankfurt. Sie machen Werke des berühmten Thomaskantors und seiner Zeitgenossen erlebbar, zeigen aber auch Reflexionen auf die Nachwelt. Seit der Spielzeit 2013/2014 kooperieren die Frankfurter Bachkonzerte mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK). Die Deutsche Bank Stiftung fördert im Rahmen des Projekts den musikalischen Nachwuchs.