24.09.2019 – Aufführung “Die Stadt ohne Juden”

Olga Neuwirth © Harald Hoffmann

Daten im Überblick

Wo:
Alte Oper Frankfurt
Mozart Saal
Opernplatz 1
60313 Frankfurt am Main

Wann:
24. September 2019
20.00 Uhr

 

Olga Neuwirth © Harald Hoffmann

Im Rahmen des Musikfests Eroica – ein Festival über Musik als Bekenntnis zeigt die Alte Oper den kürzlich restaurierten Stummfilm Die Stadt ohne Juden (1924) von Hans Karl Breslauer, für den die international renommierte Komponistin Olga Neuwirth eine zeitgenössische Filmmusik verfasste. Das historische Filmdokument wird mit musikalischer Begleitung durch das PHACE Ensemble unter der Leitung des Dirigenten Nacho de Paz aufgeführt.

Die Stadt ohne Juden gilt als eines der ersten Werke, das in den 1920er Jahren den grassierenden Antisemitismus satirisch demaskierte. Der Spielfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman von Hugo Bettauer und handelt von der Ausgrenzung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus „Utopia“. Olga Neuwirth interpretiert in ihrer Komposition den tief verwurzelten Antisemitismus und nähert sich den Themen Identität und Fremdheit, Heimat und Flucht musikalisch an. Dazu verwendet sie neben Instrumentalteilen unter anderem historisches Musikmaterial wie volkstümliche Heurigen- und Jodellieder und nutzt die Samplingtechnik, um diese in einen neuen musikalischen Kontext zu transferieren: grell, wütend, hintergründig und humorvoll, aber auch schonungslos und ehrlich.

Die Deutsche Bank Stiftung ermöglicht gemeinsam mit der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt die Veranstaltung.