23.06.2018 – Konzert EchoSpore mit Nodelman-Quartett

Daten im Überblick

Wo:
HfMT Köln
Kammermusiksaal
Unter Krahnenbäumen 87
50668 Köln

Wann:
23. Juni 2018
19.30 Uhr

Eintritt:
frei

Nodelman-Quartett © Denis Krykov

La Cité des Dames

Das Nodelman-Quartett brachte sich bislang nicht nur musikalisch, sondern mit ihrem Projekt Klingende Stolpersteine auch politisch zu Gehör: Sie spielten spontan und unangekündigt an Stolpersteinen zur Erinnerung an die dort verewigten Opfer des Nationalsozialismus. Im Rahmen des Projekts EchoSpore spielen sie nun am 23. Juni Kompositionen von verfemten, entrechteten und verfolgten Komponist/innen, unter anderem Vítezslava Kaprálová (1915-40), Anton Webern (1883-1945) und Erwin Schulhoff (1894-1942).

Nodelman-Quartett

Namensgeber Misha Nodelman (1. Violine), Evgenij Selitski (2. Violine), Andreas Kosinski (Viola) und Mark Mefsut (Violoncello) verbindet eine musikalische Freundschaft, die aus der gemeinsamen Arbeit mit der Jüdischen Kammerphilharmonie und der Neuen Philharmonie Westfalen entstand. Zwischenzeitlich gehört das Nodelman-Quartett zu den Geheimtipps der Klassikszene als eines der besten Streichquartette Deutschlands. Neben der Konzertbühne tritt das Quartett immer wieder durch Friedensprojekte hervor, wie zum Beispiel das bundesweit beachtete Multimediaprojekt Threnody for the Victims of Ukraine.

EchoSpore

Das Musikleben der Nuller- bis Dreißigerjahre im 20. Jahrhundert war geprägt durch eine Fülle an Strömungen und Erprobungen neuer Stilrichtungen. 1933 erfolgte mit der Machtübernahme der Nationalsozialist/innen eine rasche Zäsur. Das Projekt EchoSpore der Hochschule für Musik und Tanz Köln (HfMT Köln), das durch die Stiftung Lichterfeld und die Deutsche Bank Stiftung gefördert wird, widmet sich der Wiederentdeckung verfemter Kompositionen. Ziel des Projekts ist es, eine nachhaltige öffentliche Aufmerksamkeit für die Werke verfemter, entrechteter, verfolgter und ermorderter Komponist/innen herzustellen und diese einem breiten Publikum zugänglich zu machen.