14.10.2018 – Premiere “Revolt. She said. Revolt again. / Mar-a-lago.”

Daten im Überblick

Wo:
Berliner Ensemble
Kleines Haus
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin

Wann:
14. Oktober 2018
20.00 Uhr

© Heng Films (CC0) via Unsplash

Für das Berliner Ensemble verfasste die Autorin und Regisseurin Marlene Streeruwitz ihr neues Stück Revolt. She said. Revolt again. / Mar-a-lago. Das Drama verhandelt Bilder heutiger Weiblichkeit, Emanzipation und weiblicher Selbstbehauptung. Es thematisiert auf radikale und pointierte Weise gesellschaftliche Mechanismen und Klischees patriarchaler Strukturen. Entstanden ist das Drama in der Exzellenz-Reihe. Inszeniert wird Revolt. She said. Revolt again. / Mar-a-lago von Regisseurin Christina Tscharyiski.

Wir leben nicht in einer offenen und gerechten Gesellschaft, die Demokratie ermöglicht. Wir leben in einer formalen Gleichberechtigung, die kulturell verhöhnt wird und die die reaktionären Kräfte nie zur Kenntnis nehmen musste. Es ist die Klage zu führen, dass die Rahmenbedingungen für unsere Leben aus Resten des Patriarchats zusammengeflickt wurden. Für Männer und Frauen. Für alle Geschlechter. Und. Das wird die Politik der nächsten Zeiten grundieren. Wir finden uns durch die Rahmenbedingungen gezwungen, reaktionär leben zu müssen. Der sich andeutende Faschismus in unseren postchristlichen Gesellschaften beruht auf genau dieser Geschlechterpolitik. Demokratie muss an der Geschlechterpolitik gemessen werden. Wir werden den Kampf aufnehmen müssen. Wieder.

Marlene Streeruwitz

Exzellenz-Reihe

Das Berliner Ensemble lädt seit 2017 für das Projekt Exzellenz-Reihe international renommierte Dramatiker/innen ein, ein neues Stück zu verfassen, das aktuelle gesellschaftspolitische Fragen verhandelt. Ziel der Reihe ist die Tradition des Brecht’schen Autorentheaters wiederaufleben zu lassen.

Berliner Ensemble

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Ensemble gegründet und ist eine der bekanntesten Bühnen weltweit. Geprägt wurde es von Bertolt Brecht als „Autorentheater“, in dem aktuelle, politisch relevante Stücke verhandelt werden. Zahlreiche namhafte Theatermacher wie Peter Zadeck, Heiner Müller oder Claus Peymann haben hier gewirkt.