13.09.2018 – Premiere “Auf der Straße”

Daten im Überblick

Wo:
Berliner Ensemble
Kleines Haus
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin

Wann:
13. September 2018
20.00 Uhr

© Zach Savinar (CC0) via Unsplash

In der Spielzeit 2018/2019 stehen gleich drei neue Stücke auf dem Programm des Berliner Ensembles. Die internationalen Autor/innen Karen Breece, Simon Stone und Marlene Streeruwitz haben für die Exzellenz-Reihe neue Dramen verfasst. Den Auftakt macht am 13. September die Premiere von Auf der Straße, geschrieben und inszeniert von Karen Breece.

Auf der Straße

Die Zahl der in Berlin Wohnungslosen ist seit 2015 von etwa 15.000 auf über 40.000 im vergangenen Jahr gestiegen. Warum wird ein Mensch wohnungslos? Wie lebt ein Obdachloser auf der Straße? Geht mit dem Verlust der festen Behausung eine schleichende Erosion von Identität und sozialer Kompetenz einher? Bedeutet der Verlust von Wohnraum den Verlust von Existenz?

Das (Dokumentar­-)Theater von Karen Breece entsteht stets auf der Grundlage von Interviews. Für Auf der Straße sprach sie mit Betroffenen und Personen, die sich in Politik, Verwaltung oder im Ehrenamt um Wohnungslose in Berlin kümmern. Die Interviews transkribiert Karen Breece, und überschreibt sie dann mehrfach, indem sie die Aussagen durch literarische, politische oder philosophische Verweise und Assoziationen neu kontextualisiert. Themen wie das Leben auf der Straße, Wohnungssehnsucht und persönliches Scheitern treffen auf die Herausforderungen und Hemmnisse einer formalisierten Armuts-­ und Wohnungspolitik.

Exzellenz-Reihe

Das Berliner Ensemble lädt seit 2017 für das Projekt Exzellenz-Reihe international renommierte Dramatiker/innen ein, ein neues Stück zu verfassen, das aktuelle gesellschaftspolitische Fragen verhandelt. Ziel der Reihe ist die Tradition des Brecht’schen Autorentheaters wiederaufleben zu lassen.

Berliner Ensemble

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Ensemble gegründet und ist eine der bekanntesten Bühnen weltweit. Geprägt wurde es von Bertolt Brecht als „Autorentheater“, in dem aktuelle, politisch relevante Stücke verhandelt werden. Zahlreiche namhafte Theatermacher wie Peter Zadeck, Heiner Müller oder Claus Peymann haben hier gewirkt.