13.04.2018 – Premiere “Phantom” | Berliner Ensemble

Daten im Überblick

Wo:
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin

Wann:
13. April 2018
20:00 Uhr

© Matthias Horn

Das Berliner Ensemble hat den kongolesischen Autor, Regisseur und Schauspieler Dieudonné Niangouna im Rahmen der Exzellenz-Reihe nach Berlin eingeladen, um ein neues Stück zu schreiben. Phantom feiert nun am 13. April seine Premiere in Berlin. Dieudonné Niangouna ist bekannt für seine bildstarke und wortgewaltige Theatersprache. Seit 2009 sind seine Arbeiten auch regelmäßig in Europa zu sehen.

Weitere Aufführungstermine sind: 14. und 16.04. sowie 01.-03.05. und 07.05.2018

Als ich gebeten wurde, ein Theaterstück für das Berliner Ensemble zu schreiben und zu inszenieren, stellte sich mir eine Frage: Was haben ich, der aus Brazzaville kommt, und das Berliner Publikum, gemeinsam?

Die Geschichte der Kolonialisierung, die viele, im Keller versteckte Phantome enthält, schien mir ein idealer Ausgangspunkt zu sein, um Ungesagtes und Schattenbereiche zu thematisieren, die unsere Gegenwart, aber in gewisser Weise auch unsere Zukunft unterminieren, wenn es nicht zu einer Offenlegung und Heilung kommt. Das heißt, dass man durch dunkle Gänge gehen muss, die uns zu dem führen, was wir vergessen haben, wovor wir Angst haben oder wofür wir uns schämen, auf die Gefahr hin, das in der Dunkelheit wie Prometheus angekettete Phantom zu entfesseln.

Dieudonné Niangouna

Autor

Phantom

Eines regnerischen Morgens klopft ein alter Mann an die Tür einer deutschen Familie im Schwarzwald. Mit ihm tritt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch ein anderer Kontinent ein: Der Besuch des Mannes, der Martha und ihre Geschwister aus Afrika zu kennen behauptet, spült längst Vergessenes, Verdrängtes und Verschwiegenes an die Oberfläche und stellt die Identität jedes Einzelnen radikal in Frage.

Exzellenz-Reihe

Das Berliner Ensemble lädt seit 2017 für das Projekt Exzellenz-Reihe international renommierte Dramatiker/innen ein, ein neues Stück zu verfassen, das aktuelle gesellschaftspolitische Fragen verhandelt. Ziel der Reihe ist die Tradition des Brecht’schen Autorentheaters wiederaufleben zu lassen.

Berliner Ensemble

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Ensemble gegründet und ist eine der bekanntesten Bühnen weltweit. Geprägt wurde es von Bertolt Brecht als „Autorentheater“, in dem aktuelle, politisch relevante Stücke verhandelt werden. Zahlreiche namhafte Theatermacher wie Peter Zadeck, Heiner Müller oder Claus Peymann haben hier gewirkt.