12. und 13.11.2020 – Tagung „Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche II“

Gustav Lewin © Nachlass Gustav Lewin im Hochschularchiv | Thüringisches Landesmusikarchiv

Daten im Überblick

Wo:
Tagung:
Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar

Festvortrag und Konzert:
Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Wann:
12. und 13. November 2020

Eintritt:
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Gustav Lewin © Nachlass Gustav Lewin im Hochschularchiv | Thüringisches Landesmusikarchiv

Die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar veranstaltet die Tagung Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche II im Rahmen des gleichnamigen Projekts. Das Symposion beschäftigt sich mit unterschiedlichen Aspekten der Verfolgung von „nicht-arischen“ und als politische Feinde eingestuften Musikerinnen und Musikern in NS-Deutschland.

Der Eintritt ist kostenlos, allerdings sind die Plätze aufgrund der Corona-Hygienbestimmungen begrenzt. Um Anmeldung wird gebeten: maria.stolarzewicz@hfm-weimar.de

Die Inhalte der Tagung werden in vier thematische Blöcke gruppiert:

  1. Schicksale der in Thüringen wirkenden MusikerInnen und ihrer Familien,
  2. Lebensumstände und Aktivitäten der in Thüringen agierenden jüdischen Kantoren,
  3. die Musikausübung in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern mit besonderer Berücksichtigung des KZs Buchenwald,
  4. Aspekte, die über Thüringen hinausgehen, wie etwa Antisemitismus, jüdische Akkulturation durch Musik und nationalsozialistische Kulturpolitik.

Das detaillierte Tagungsprogramm finden Sie hier. Ein besonderer Gast der Veranstaltung ist der Autor und Publizist Wolfgang Herzberg. Er wird die Biographie seiner Tante, der Operettensängerin und Auschwitzüberlebenden Florence Singewald, dem Publikum bekannt machen. Die Tagung wird von einem Konzert begleitet, das vergessene Kompositionen zu Gehör bringt und die wissenschaftlichen Diskussionen aufschlussreich illustriert. Es erklingen Werke der mit Thüringen verbundenen Komponisten: Gustav Lewin (1869-1938), Joachim Stutschewsky (1891-1982) und Hans Heller (1898-1969).

Veranstaltungsorte

Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar
Hörsaal
Platz der Demokratie 1
99423 Weimar

Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar,
Festsaal Fürstenhaus
Platz der Demokratie 2/3
99423 Weimar

Über das Forschungsprojekt

Die Schicksale jüdischer Persönlichkeiten des Thüringer Musiklebens vor und während des Nationalsozialismus stehen im Zentrum des 2018 angelegten Forschungsprojektes Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche – Forschung, Tagung und Ausstellung, das den bisherigen Forschungsstand um neue Erkenntnisse und die Geschichte der Thüringer Musikkultur um neue Aspekte ergänzt. Die Deutsche Bank Stiftung ermöglicht seit 2019 gemeinsam mit dem Land Thüringen die Fortsetzung dieses ambitionierten Projektes am Lehrstuhl für die Geschichte der Jüdischen Musik der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar (HfM Weimar).

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