11.07.-18.08.2019 – Ausstellung “Seeds for Future Memories”

Juan Pablo Macias, Brother Maize and Brother Babacar, 2018, video still © Juan Pablo Macias

Daten im Überblick

Wo:
ifa-Galerie
Linienstraße 139/140
10115 Berlin

Wann:
Eröffnung: 11.07.2019, 19.00 Uhr

Ausstellung: 12.07.-18.08.2019
Dienstag bis Sonntag
14.00 bis 18.00 Uhr

Juan Pablo Macias, Brother Maize and Brother Babacar, 2018, video still © Juan Pablo Macias

Vor zwei Jahren starteten das Künstlerhaus Villa Romana in Florenz und die Künstlerresidenz Thread Residency in Sinthian im südöstlichen Senegal ein gemeinsames Projekt entlang der Route der Migration zwischen Afrika und Europa. Ausgangspunkt war das Fehlen gemeinsamer Narrationen zwischen diesen beiden Enden. 13 Künstlerinnen und Künstler – unter anderem die Villa Romana-Preisträgerinnen Lerato Shadi und Judith Raum – beteiligten sich im vergangenen Jahr an Reisen und Recherchen in Sinthian und Florenz. Was sind die Gründe der fehlenden Kommunikation, der asymmetrischen Beziehungen zwischen den beiden Kontinenten? Wie können Künstlerinnen und Künstler Erzählungen aufnehmen, reflektieren und übertragen?

Die Arbeiten, die während der wechselseitigen Besuche 2018 entstanden sind, werden nun in der dreiteiligen Ausstellung in der ifa-Galerie Berlin, im ACUD MACHT NEU und im FREIRAUM in der Box vorgestellt. Sie setzen sich mit den bis heute verheerenden Folgen von Kolonialismus und Kapitalismus auseinander, mit jahrhundertelanger rassistischer Ausgrenzung, aber auch mit Traditionen und Kenntnissen, die sich dem widersetzen; die nachhaltig Eigenes behaupten und ein Plädoyer für Freundschaft und Austausch darstellen.

ifa-Galerie Berlin

Eröffnung am 11. Juli 2019 um 19.00 Uhr. Begrüßung durch Ronald Grätz, Generalsekretär des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) und Inka Gressel, Leiterin ifa-Galerie Berlin sowie Einführung mit Angelika Stepken, Leiterin Villa Romana, Florenz und NEGGA DOU TAMBA (Rapper, Künstler und Aktivist, Tambacounda).

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Johanna Bramble, Aliou (Badou) Diack, Juan Pablo Macías, Fabrice Monteiro, Mario Pfeifer, Judith Raum, Lerato Shadi

Die Ausstellung ist vom 12. Juli bis 18. August 2019 dienstags bis sonntags von 14.00 bis 18.00 Uhr in der Linienstraße 139/140, 10115 Berlin, zu sehen.

FREIRAUM in der Box

Eröffnung am 10. Juli 2019 um 19.00 Uhr. Begrüßung durch Carolina Mojto, Direktorin FREIRAUM in der Box. Einführung: NEGGA DOU TAMBA (Rapper, Künstler und Aktivist, Tambacounda) spricht über die Migrationskrise in Tambacounda und seine Erfahrungen bei Thread.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Aliou (Badou) Diack, Giovanni Hänninen & Alberto Amoretti, Mohamed Keita, Patrick Joel Tatcheda Yonkeu und Justin Randolph Thompson

Die Ausstellung ist vom 11. Juli bis 17. August 2019 mittwochs bis samstags von 14.00 bis 18.00 Uhr in der Boxhagener Straße 96 (im Hof), 10245 Berlin, zu sehen.

ACUD MACHT NEU

Eröffnung am 12. Juli 2019 um 18.00 Uhr. Ab 20.00 Uhr findet die Musikperformance Jumpin’ from the Towel von Justin Randolph Thompson statt, anschließend ein Konzert mit NEGGA DOU TAMBA.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Leone Contini, Fabrice Monteiro, Patrick Joel Tatcheda Yonkeu
Die Ausstellung ist vom 13. Juli bis 3. August 2019, donnerstags bis samstags von 14.00 bis 19.00 Uhr in der Veteranenstraße 21, 10119 Berlin, zu sehen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

Villa Romana-Preis

Der Villa Romana-Preis wird jedes Jahr an vier Künstlerinnen und Künstler mit herausragender künstlerischer Qualität verliehen, die in Deutschland leben. Ihnen steht ein Studio-Apartment im Künstlerhaus Villa Romana in Florenz zur Verfügung und sie erhalten ein Barstipendium. Am Ende ihres Aufenthalts konzipieren sie gemeinsam eine Publikation. Der Villa Romana-Preis ist der älteste Kunstpreis in Deutschland und wird seit 1905 verliehen. Seit den 1920er Jahren unterstützen die Deutsche Bank und ihre Stiftungen als Hauptförderer die Villa Romana in Florenz. Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern gehören unter anderem Max Beckmann, Käthe Kollwitz oder Georg Baselitz.