02.-03.03.2019 – Symposium “On Violence”

Cady Noland, Not Yet Titled, 1994, Detail, Courtesy Hamburger Kunsthalle (DE), Installation view MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
© Fabian Frinzel

Daten im Überblick

Wo:
Museum MMK für Moderne Kunst
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main

Wann:
02.-03. März 2019
11.00 bis 18.00 Uhr

Anmeldung:
Der Eintritt ist frei. Bitte anmelden unter symposium@mmk.art

Cady Noland, Not Yet Titled, 1994, Detail, Courtesy Hamburger Kunsthalle (DE), Installation view MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
© Fabian Frinzel

Das Begleitprogramm MMK Talks im Museum MMK für Moderne Kunst wird von der Deutsche Bank Stiftung seit 2010 gefördert, seit 2019 die MMK Symposien. Vom 2. bis 3. März 2019 findet im Rahmen der Ausstellungen Cady Noland und Weil ich nun mal hier lebe, die die Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt vereinen, das zweitägige international besetzte Symposium On Violence statt, welches das Thema aus verschiedenen Perspektiven untersucht.

Gewalt ist ein vielfältiger und überdeterminierter Begriff. Immer mehr Menschen spüren die faktische Zunahme von Gewalt und die Brutalisierung von ausgeübter Gewalt. Die offen rassistische, sexistische und klassenspezifische Diskriminierung und Angriffe – aber auch unterschiedliche Formen symbolischer Gewalt – zeugen von der Allgegenwart des Phänomens der Gewalt. Die Gewalt, die wir zurzeit erleben, hat auch zur Entstehung und Politisierung einer neuen Öffentlichkeit beigetragen, die sich in unterschiedlichen Ausdrucksformen manifestiert und neue Allianzen schafft und Subjekte ermutigt, ein anderes Leben zu führen.

Im Symposium On Violence wird struktureller Gewalt und spezifischen Gewaltformen in ihren vielfältigen physischen, historischen, symbolischen, ökonomischen, affektiven und epistemischen Dimensionen nachgegangen werden. Inwiefern sind Phänomene der Gewalt miteinander verbunden und ist Gewalt unserer Gesellschaft immanent oder (schon) Anzeichen eines Ausnahmezustands? Liegen ihre Ursachen im Individuellen oder sind sie gesellschaftlich zu verorten?

Samstag, 2. März 2019

11.00-13.00 Uhr

Introduction
Susanne Pfeffer (Direktorin MMK)

Anarchy or Barbarism? Thoughts on Violence
Daniel Loick (Philosoph und Soziologe, Frankfurt am Main)

Sadism to Solidarity—Notes on Art, Philosophy and the Algerian War
Alberto Toscano (Philosoph, London)

14.30-16.30 Uhr

Gore-Capitalism
Sayak Valencia (Aktivistin und Essayistin, Tijuana)

The Fragmented Body. Feeling “free” through Violence
Klaus Theweleit (Literaturwissenschaftler und Kulturtheoretiker, Freiburg am Breisgau)

17.00-18.00 Uhr

The Disappeared of Guatemala
Victoria Sanford (Anthropologin, New York)

Sonntag, 3. März 2019

11.00-13.00 Uhr

The Policed of the Earth. On Conditions of Un-Breathing and the Possibilities of Abolitionist Horizons
Vanessa Eileen Thompson (Soziologin und Philosophin, Frankfurt am Main)

Philosophy as Self-Defence
Nina Power (Philosophin und Kulturkritikerin, London)

14.30-16.30 Uhr

Can We Be in Favour of Violence?
Geoffroy de Lagasnerie (Philosoph und Soziologe, Paris)

Black Lives Matter and Art
Patrisse Khan-Cullors (Künstlerin, Aktivistin und Mitbegründerin von Black Lives Matter, New York)

17.00-18.00 Uhr

Closing Discussion

Das Symposium wird von Tobi Müller, Kulturjournalist und Autor, moderiert. Die Vorträge werden auf Englisch gehalten.