Solidarität und nachhaltige Hilfe beim Wiederaufbau

Internationale Katastrophenhilfe der Deutsche Bank Stiftung – Hilfe für Menschen in Katastrophengebieten leistet die Deutsche Bank Stiftung schon seit vielen Jahren: Bereits bei der Oderflut 1997 unterstützte sie umgehend und nachhaltig Menschen in Not. Auch in den folgenden Jahren konnte die Stiftung immer wieder und weltweit mit gezielter Unterstützung beim Wiederaufbau in Katastrophengebieten helfen.



2013: Taifun auf den Philippinen

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 315 km/h traf am
8. November 2013 der Taifun Haiyan auf die Philippinen. Nach Einschätzung von Experten handelte es sich um den stärksten Taifun, der je auf dem Archipel tobte.

Mehr als 4,3 Millionen Menschen waren von der Naturkatastrophe betroffen, die Zahl der Todesopfer wird auf mehrere Tausend geschätzt. In vielen Regionen wurden die Straßen teilweise meterhoch überschwemmt, ganze Städte und Dörfer zerstört.

Die Deutsche Bank Stiftung stellte daraufhin Eigenmittel sowie Spenden von Mitarbeitern und Kunden ihrer Stifterin, der Deutsche Bank AG, von 800.000 Euro zur Verfügung.


Übergabe der Förderzusage an Don Bosco Mondo e.V.: Andreas Torner, Dr. Clemens Börsig, Christian Osterhaus, Jörg Eduard Krumsiek © Deutsche Bank Stiftung/Christoph Kappus


Diese Gelder kommen besonders nachhaltigen Projekten zu Gute. Die Stifterin selbst hatte zuvor bereits 300.000 Euro für Sofortmaßnahmen zugesagt.

Ein Teil der Stiftungs- und Spendengelder erreicht die Provinzen Leyte und Eastern Samar. Dort können fünf Grundschulen wiederaufgebaut werden. Hierfür erhielt Don Bosco Mondo e.V. jetzt 275.000 Euro.

Die Schulen werden mit einem zusätzlichen Schutzraum ausgestattet, der auch als Veranstaltungs- und Versammlungsraum genutzt werden kann.

„Mit unserem Engagement in der Katastrophenhilfe möchten wir einen langfristigen Beitrag zum Wiederaufbau leisten und damit gerade auch jungen Menschen neue Perspektiven ermöglichen“, führte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Clemens Börsig, aus. „Das Don Bosco Mondo-Projekt zur Wiedererrichtung der Schulen mit vielfach nutzbaren Schutzräumen ist nachhaltig, investiert gleichermaßen in die Zukunft der Schüler sowie der Region und entspricht daher ganz unserem Förderansatz.“

Darüber hinaus unterstützt die Deutsche Bank Stiftung ein Projekt von Malteser International mit 270.000 Euro. Mit den Fördermitteln können 256 Familien aus dem Dorf Okoy ihre Häuser reparieren oder neu aufbauen. Der auf der Insel Bantayan gelegene Ort war besonders stark vom Taifun betroffen. Malteser International hilft den Menschen dort mit dem Ziel, die Häuser so zu bauen, dass sie Naturereignissen besser standhalten.

Ein weiteres von der Stiftung gefördertes Projekt konzentriert sich auf die Region Panay: Für den Wiederaufbau von Gemeindehäusern, Gesundheitszentren, Kindergärten und Grundschulen nahm der Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Dr. Arnold von Rümker, für deren Auslandshilfe 195.000 Euro in Empfang. Darüber hinaus werden Wasserfiltersysteme und Regenwasserauffangbecken installiert sowie Deichanlagen stabilisiert, um die Dörfer besser vor zukünftigen Katastrophen zu schützen und die Wasserversorgung dauerhaft sicherzustellen.

 
Übergabe der Förderzusage an die Johanniter: Michael Münch, Dr. Arnold von Rümker, Andreas Torner, Jörg Eduard Krumsiek © Deutsche Bank Stiftung/Christoph Kappus


2013: Mehr als 1 Million Euro für Hochwasser-Geschädigte in Deutschland

Die Hochwasser-Katastrophe des Jahres 2013 soll in ihrem Ausmaß noch das sogenannte Jahrhundert-Hochwasser des Jahres 2002 übertroffen haben. Zehntausende Menschen in den Bundesländern Bayern, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mussten ihre Häuser und Wohnungen räumen.

Vor allem die Flüsse Donau und Elbe sowie ihre Zu- und Nebenflüsse erreichten Rekordpegelstände. An vielen Stellen brachen die Deiche, große Landstriche und viele Gemeinden standen unter Wasser. Feuerwehren, Katastrophenschutz, Tausende Soldaten der Bundeswehr und unzählige freiwillige Helfer waren im Einsatz. Mit dem Zurückgehen des Wassers haben die eigentliche Aufräumarbeit und der Wiederaufbau begonnen.


Übergabe der Förderzusage an die Diakonie Kastrophenhilfe in Magdeburg: Jörg Eduard Krumsiek (Deutsche Bank Stiftung), Cornelia Füllkrug-Weitzel (Diakonie Katastrophenhilfe), Dr. Clemens Börsig (Deutsche Bank Stiftung), Marc Melzer (Deutsche Bank) © Diakonie Katastrophenhilfe/H. Bredehorst

 

Wie auch bei früheren Katastrophen, zeigten sich
Deutsche Bank Stiftung und Deutsche Bank AG mit den Hochwassergeschädigten solidarisch: Mitarbeiter und Kunden der Deutschen Bank spendeten auf Konten der
Deutsche Bank Stiftung. Anschließend wurden die Gelder von der Deutschen Bank verdoppelt.

So konnte die Deutsche Bank Stiftung bereits Förderzusagen von 885.000 Euro an die Elbland Philharmonie Sachsen GmbH sowie die Hilfsorganisationen Caritas international und Diakonische Katastrophenhilfe überreichen.

Die Elbland Philharmonie erhielt am 20. Januar 2014 eine Förderzusage in Höhe von 35.000 Euro aus den Händen von Jörg Eduard Krumsiek, Geschäftsführer der Deutsche Bank Stiftung, mit den Worten: „Es ist erfreulich, hiermit die Bereiche Soziales und Kultur zu verbinden, damit das musikalische Angebot die Menschen in der Region auch weiterhin erreicht und die Musik dabei hilft, die durchlittenen Belastungen hinter sich zu lassen.“


Übergabe der Fördezusage an die Elbland Philharmonie in Riesa: Jörg Eduard Krumsiek (Deutsche Bank Stiftung), Carola Gotthardt, Christian Voß (Elbland Philharmonie), Uwe Schirrmeister und Mike Röseler (Deutsche Bank) mit Musikern des Orchesters, die Stücke von Mozart und Joplin beitrugen. 
© Elbland Philharmonie Sachsen GmbH/U. Päsler

 

Der Proben- und Verwaltungssitz des Orchesters am Riesaer Hafen war stark vom Hochwasser betroffen. Keller- und Erdgeschoss des Hauses standen 10 Tage unter Wasser, was zu erheblichen Schäden an Gebäude und Mobiliar führte. Auch die großen Holzinstrumente, die in der Kürze der Zeit nicht an andere Orte gebracht werden konnten, hatten durch die immense Luftfeuchtigkeit Schaden genommen. Mit den Geldern werden die beschädigte Konzertharfe ersetzt und die Probenräume wieder hergestellt.

Die Spendengelder für die Diakonie in Höhe von 500.000 Euro erreichen vor allem Menschen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Niedersachsen.

Das Programm unterstützt gezielt Familien, die aus eigener Kraft nicht den geforderten Eigenanteil zur staatlichen Förderung aufbringen können. Weiterhin beraten Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe Geschädigte in allen Fragen zum Wiederaufbau und verhandeln mit Gläubigern. Auch Kleinunternehmer sollen Hilfe erhalten, damit diese ihre Selbständigkeit und somit auch Arbeitsplätze Dritter sichern können.

Caritas international erhielt eine Förderzusage in Höhe von 350.000 Euro. Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes finanziert mit dem Geld Fachkräfte für psychosoziale Beratung.

Diese unterstützen die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe in den Dekanaten Dresden, Meißen, Leipzig, Chemnitz und Gera bei der Krisenbewältigung, bei Wiederaufbau und Beantragung von staatlichen Aufbauhilfen. Weiterhin soll eine enge Vernetzung mit den Bürgermeistern und Gemeindevertretern sowie weiteren Hilfsorganisationen erfolgen, um eine koordinierte, effiziente Vergabe von Hilfsleistungen zu gewährleisten.


2012: Hilfen abgeschlossen

Mit der Übergabe von insgesamt vier Förderzusagen am 25. Oktober 2012 in Berlin konnte die Deutsche Bank Stiftung ihr Engagement in den Katastrophenregionen Haiti, Pakistan, Japan und Ostafrika erfolgreich abschließen.

In den vergangenen zwei Jahren hat die Deutsche Bank Stiftung durch Spenden von Mitarbeitern und Kunden der Deutschen Bank sowie aus eigenen Mitteln etwa € 2 Mio. für die Krisenregionen zur Verfügung stellen können. Die Gelder wurden in Projekte investiert, die nachhaltig beim Wiederaufbau helfen und die betroffenen Regionen stärken. Mit den neuen Förderzusagen sind die Hilfen für die Krisengebiete Haiti, Pakistan, Japan und Ostafrika abgeschlossen. Einzelheiten zu den Projekten finden Sie untenstehend unter den jeweiligen Kapiteln.

Menschen  dazu befähigen, auch unter schwierigsten Umständen den Blick nach vorne zu richten – das ist es, wofür sich die Katastrophenhilfe der Deutsche Bank Stiftung auch in Zukunft einsetzen wird. Auch weiterhin wird die Stiftung mit der Unterstützung nachhaltiger Projekte auf Katastrophen reagieren.


2011: Hungerkatastrophe in Ostafrika

Angesichts der verheerenden Dürre und Hungerkatastrophe in Ostafrika haben die Deutsche Bank Stiftung und die Deutsche Bank AG entschlossen, Mittel für eine nachhaltige Unterstützung der Krisenregion zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck hat die Deutsche Bank AG Spenden ihrer Kunden und Mitarbeiter an die Deutsche Bank Stiftung um € 250.000,- ergänzt. Mit den Geldern konnte die Arbeit zweier Projektträger unterstützt werden:

Traumaprojekt in Kenia – Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners


Von links nach rechts: Jörg Eduard Krumsiek (Geschäftsführer, DBS), Dr. Tessen von Heydebreck (Vorstandsvorsitzender, DBS) und die Vertreter des Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. Bernd Ruf (Geschäftsführender Vorstand), Eleonore Jungheim (Leitung Finanzen) und Malte Landgraff (Koordinator Notfallpädagogik) bei der Übergabe der Förderzusage am 25. Oktober 2012

Am 25. Oktober 2012 wurde eine Förderzusage über 
€ 55.000,- für ein Traumaprojekt in Kenia überreicht. Der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. betreut die traumapädagogische Arbeit mit Kindern im kenianischen Flüchtlingslager Kakuma. „Die Flüchtlingskinder in Kenia sind durch die schrecklichen Geschehnisse und mörderischen Auseinandersetzungen in ihrem Lande bedroht und traumatisiert. Ihnen aus dieser Ausweglosigkeit zu helfen, in dieser Situation eine Perspektive zur Normalisierung ihres alltäglichen Lebens anzubieten, verdient unsere Unterstützung.“ so Dr. Tessen von Heydebreck zum Engagement der Stiftung. Mit der Förderung sollen vor allem diejenigen Flüchtlingskinder psychosoziale Unterstützung erhalten, die aufgrund von Morddrohungen und Stammesrivalitäten zusätzlichen Gefahren ausgesetzt sind. Diese sind in einer gesonderten Sicherheitszone innerhalb des vom UNO Flüchtlingswerks UNHCR betriebenen Lagers untergebracht.

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF
Bereits im Dezember 2011 konnten für die Arbeit des Kinderhilfwerks der Vereinten Nationen UNICEF Mittel zur Verfügung gestellt werden. Am 12. Dezember 2011 fand die Übergabe der Förderzusage über € 500.000,- an den Vorstandsvorsitzenden der UNICEF Deutschland, Dr. Jürgen Heraeus, in den Räumlichkeiten der Deutsche Bank Stiftung statt.
Unter dem Leitsatz "Gemeinsam für Kinder" setzt sich UNICEF weltweit dafür ein, die Kinderrechte für jedes Kind zu verwirklichen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen wurde 1946 gegründet und arbeitet heute in über 150 Ländern. In den von der Hungerkatastrophe betroffenen Ländern ist UNICEF schon seit Jahren tätig und versorgt mangelernährte Kinder mit therapeutischer Zusatznahrung, Trinkwasser und Medikamenten. Zudem richtet sie sichere Spielzonen für Kinder in Flüchtlingslagern und Notschulen ein.


Von links nach rechts: Dr. Tessen von Heydebreck (Vorstandsvorsitzender, DBS), Sabine Wagner-Schäfer (Bereichsleiterin Fundraising, UNICEF), Dr. Jürgen Heraeus (Vorstandsvorsitzender UNICEF), Jörg Eduard Krumsiek (Geschäftsführer, DBS) bei der Übergabe der Förderzusage an UNICEF am 12. Dezember 2011
© Deutsche Bank Stiftung



2011: Erdbeben und Tsunami in Japan

Das Erdbeben, das am 11.03.2011 Japan erschütterte, hatte nicht nur einen verheerenden Tsunami zur Folge, der den nordöstlichen Küstenbereich des Landes verwüstete, sondern führte auch zu einer nuklearen Katastrophe in Form eines Supergaus im Atomkraftwerk von Fukushima. Ca. 20.000 Menschen verloren ihr Leben. Angesichts der verheerenden Auswirkungen des Erdbebens in Japan hat die Deutsche Bank Stiftung ein Spendenkonto für Mitarbeiter und Kunden der Deutsche Bank AG eingerichtet. Insgesamt € 250.000,- konnten an die Hilfswerke Malteser International und missio und an die Diakonie Katastrophenhilfe überreicht werden.

Spielplatz für ein Kinderheim in Ichinoseki  –  Malteser International
Nachdem sich die Stiftung bereits 2011 an zwei Projekten in der Krisenregion beteiligt hatte, konnten nun weitere € 45.000,- für den Aufbau eines Spielplatzes des Kinderheims Fujinosono in der japanischen Stadt Ichinoseki zur Verfügung gestellt werden, das durch das Erdbeben zerstört wurde. Unter anderem werden ein Sandkasten und Klettergerüste für das Außengelände angeschafft.  Bei der Übergabe der Förderzusage am 25. Oktober an das Hilfswerk Malteser International bemerkt Dr. Tessen von Heydebreck: „Wir freuen uns, mit der Zuwendung gerade betroffenen Kindern den Weg zurück in einen geregelten Alltag zu erleichtern.“

Unterstützung des Kindergartens Sakura-no-Seibo  – missio
Das Internationale Katholische Missionswerk missio unterstützt die katholische Kirche in mehr als 90 Partnerländern in Afrika, Asien und Ozeanien. Mit € 80.000,- leistet die Deutsche Bank Stiftung nun einen Beitrag zur Entseuchung des Erdreichs im Schulzentrum mit Kindergarten Sakura-no-Seibo.
Die Schulkörperschaft Sakura-no-seibo gakuen wird seit 80 Jahren von der Kongregation der Soeurs de Notre Dame betreut und umfasst Kindergarten, Volks-, Mittel- und Oberschule. Die Gebäude wurden schwer beschädigt. Die Kindergartenkinder werden seit dem provisorischen Umzug im März 2011 im Erdgeschoss des „Junior-College“ betreut. Wegen der Strahlenbelastung müssen sie sich nahezu permanent innerhalb der Räumlichkeiten aufhalten. Auch um wieder einen geordneten Schulalltag zu ermöglichen, stellt die Stiftung die Spende zur Verfügung.


Von links nach rechts: Andreas Brandt (DB AG), Thomas Schiffelmann (Abteilungsleiter Marketing, missio), Michael Münch (Stellvertretender Vorsitzender, DBS), Pater Erich Englert osa (missio-Präsident München), Oliver Knoch (DB AG)
© missio 


Von links nach rechts: Jörg Eduard Krumsiek (Geschäftsführer, DBS), Claudia Lange (Mitglied des Vorstands, DBS), Dieter Pool (Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Diakonie Katastrophenhilfe), Thomas Keller (DB AG)
© Diakonie Katastrophenhilfe

Wiederaufbau des Asian Rural Institutes  – Diakonie Katastrophenhilfe
Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet seit über 50 Jahren weltweit dort Hilfe, wo die Not am größten ist. Sie unterstützt Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Die Deutsche Bank Stiftung unterstützt mit dem Asian Rural Institute (ARI) einen Partner der Diakonie Katastrophenhilfe, der von Erdbeben und Tsunami in besonderem Maße betroffen wurde. Das ARI  übernimmt die Ausbildung von Fachkräften, die im Wesentlichen aus asiatischen Entwicklungs- und Schwellenländern stammen und im Agrarbereich ihrer Heimatländer zum Einsatz kommen. Mit € 125.000,- beteiligt sich die Deutsche Bank Stiftung am Wiederaufbau des ARI, das essentielle Teile seiner Einrichtungen verloren hat. Hierzu zählen das Gemeinschaftshaus mit Küche, Kantine, Kapelle, Computerräumen, sowie das Hauptgebäude, in dem Verwaltungsräume, Unterrichtsräume, eine Bibliothek und ein Konferenzraum untergebracht sind.


 



2010: Flutkatastrophe in Pakistan

In Pakistan sind von den größten Überschwemmungen aller Zeiten über 15 Millionen Menschen betroffen, darunter mindestens 7,5 Millionen Kinder. Nach UN-Angaben sind an die 900.000 Häuser zerstört oder beschädigt worden, weite Teile des Ackerlandes sind verloren. Über 1.700 Menschen starben in den Fluten, mindestens sechs Millionen sind auf Überlebenshilfe angewiesen. Angesichts dieser verheerenden Katastrophe hat die Deutsche Bank Stiftung Mittel zur Verfügung gestellt und zu weiteren Spenden aufgerufen. Innerhalb kurzer Zeit konnte die Summe dadurch entsprechend erhöht werden. Die Beträge werden unmittelbar vor Ort für Projekte eingesetzt, die den langfristigen Wiederaufbau des Landes ermöglichen:

Erdbebenwarnsystem –  Malteser International
In Pakistan beteiligt sich die Deutsche Bank Stiftung abschließend mit € 20.000,- am Ausbau der öffentlichen Erdbebenwarnung im Nordosten Pakistans, einem Projekt des Hilfswerks Malteser International. Die Malteser wollen mit der schnellen Information der Bevölkerung durch Sirenen und Warnanlagen die Zahl der Betroffenen senken. Ferner werden die Selbsthilfekräfte der Bevölkerung für solche Situationen gestärkt, indem das richtige Verhalten und die Erste Hilfe-Leistung im Katastrophenfall trainiert wird.  Dr. Tessen von Heydebreck hierzu: „Mit diesem Projekt hoffen wir, einen besonders wirkungsvollen Beitrag für die erdbebengefährdete Region zu leisten. Frühzeitige Warnung und professionelle Schulung der Bevölkerung sind entscheidende Vorsorgemaßnahmen, um im Katastrophenfall möglichst viele Menschenleben retten zu können.“

Von links nach rechts: Jörg Eduard Krumsiek (Geschäftsführer, DBS), Dr. Tessen von Heydebreck (Vorstandsvorsitzender, DBS), Henric Maes (Diözesangeschäftsführer Berlin, Malteser International), Roland Hansen (Abteilungsleiter Asien und Haiti, Malteser International) bei der Übergabe der Förderzusage am 25.Oktober 2012

Malteser International  – Mädchenschule in Kokra
Das Hilfswerk Malteser International erweitert und erneuert in der Region Swat eine Mädchenschule, die von dem Starkregen und der Flut stark beschädigt wurde. Die Schule soll den Ansprüchen eines sicheren und kindgerechten Gebäudes entsprechen und damit den 240 Mädchen vor Ort die Fortsetzung ihrer Grundschulausbildung ermöglichen.In separaten Räumen soll den Lehrern zusätzlich die Möglichkeit gegeben werden, ihren Unterricht vorzubereiten. Diese Infrastrukturmaßnahme wird von den Maltesern durch Maßnahmen zur Katastrophenprävention sowie der Gesundheits- und Hygieneaufklärung begleitet.

Bereitstellung von Nahrungsmittelpaketen – missio
In der Provinz Sindh fehlt es den Menschen auch Monate nach der Flut an Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser. Das Internationale Katholische Hilfswerk versorgt 2.000 Familien einen Monat lang mit Nahrungsmittelpaketen, damit diese Familien ohne Nahrungsmittelsorgen den Wiederaufbau vorantreiben können. Ein Teil der Nahrungsmittelpakete stellt Saatgut dar, um die nachhaltige Versorgung der Familien zu sichern. So werden sie in die Lage versetzt, ohne Sorgen für das tägliche Brot eine Erwerbstätigkeit zu suchen und auszuüben.



2010: Erdbeben in Haiti

Das schwere Erdbeben, das am 12. Januar 2010 den Karibikstaat Haiti erschütterte, hat viele Menschen das Leben gekostet und unzählige Verletzte sowie schwerste Schäden hinterlassen. Die Deutsche Bank AG, ihre Kunden und Mitarbeiter sowie die Deutsche Bank Stiftung haben zusammen weltweit über 4 Mio. Euro für Hilfsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Die Deutsche Bank Stiftung engagiert sich für folgende Projekte:

Aufbau eines landesweiten Rettungsdienstes – Die Johanniter


Jutta Meissner (Fachbereichsleiterin für Haiti, Johanniter) Dr. Tessen von Heydebreck (Vorstandsvorsitzender, DBS), Dr. Arnold von Rümker (Bundesvorstandsmitglied bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.), Marcus Aust (Leiter der Johanniter-Bildungseinrichtung Berlin/Brandenburg) und Jörg Eduard Krumsiek (Geschäftsführer, DBS) bei der Übergabe der Förderzusage am 25. Oktober 2012

Nachdem bereits vier Projekte in Haiti von der Deutsche Bank Stiftung gefördert wurden, konnten im Oktober 2012 nochmals € 225.000,- für die Johanniter-Auslandhilfe zugesagt werden. Die Spende soll in den Aufbau eines regulären Rettungsdienstes fließen. „Der Ansatz, auf diese Weise die Lage der Menschen in Haiti nachhaltig zu verbessern, hat uns sofort überzeugt. Der Aufbau eines funktionierenden Rettungssystems ist beste Hilfe zur Selbsthilfe“, so Dr. Tessen von Heydebreck bei der Übergabe der Förderzusage. Gemeinsam mit dem haitianischen Gesundheitsministerium wollen die Johanniter bis zum Jahr 2015 landesweit eine einheitliche Rettungskette aufbauen. Hierfür werden in der Hauptstadt Port-au-Prince und den umliegenden Gemeinden Trainings nach einheitlichen Ausbildungsstandards für das Rettungsdienstpersonal durchgeführt.

Schulaufbau und Katastrophenprävention – Arbeiter Samariter Bund
Haiti wird immer wieder von schweren Naturkatastrophen heimgesucht. Daher zielt dieses Projekt des ASB, neben dem Aufbau und der Ausstattung zweier Schulen für 440 Schüler, auf die Erlernung richtigen Verhaltens im Katastrophenfall. Die Kinder tragen dieses Wissen dann in die Familien weiter. Die Baumaßnahmen der beiden Schulen werden durch lokale Mitarbeiter durchgeführt, die in speziellen Techniken zum erdbeben- und hurrikansicheren Bauen ausgebildet werden.

Mobile Orthopädiewerkstatt – Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Die Katastrophenhilfe der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Haiti baut eine mobile Orthopädie-Werkstatt am Krankenhaus „Hopital Cardinal Léger“ in Léogâne auf, die die Versorgung Verletzter mit orthopädischen Hilfsmitteln sicherstellen soll, um schwerwiegende Folgeschäden und Behinderungen zu vermeiden. Nach der Erstversorgung werden die Johanniter vor Ort lokale Orthopädie-Techniker ausbilden, die die langfristige Versorgung verletzter und behinderter Menschen übernehmen.

Neue Häuser für Familien – Habitat for Humanity Deutschland e.V.
Die internationale Organisation Habitat for Humanity Deutschland e.V. errichtet seit 1976 weltweit in etwa 100 Ländern sichere und angemessene Unterkünfte für bedürftige Menschen und organisiert den Wiederaufbau in Katastrophengebieten. Auf Haiti will Habitat for Humanity helfen, zerstörte Häuser wieder aufzubauen. Gemeinsam mit haitianischen Mitarbeitern vor Ort werden sogenannte „Upgradable shelters“ errichtet, die besonders bedürftigen Familien sofortigen Schutz bieten und gleichzeitig Basis für ein dauerhaftes Dach über dem Kopf sind. Die Deutsche Bank Stiftung unterstützt hier den Bau von 40 Häusern.

SOS-Kinderdorf Santo – SOS-Kinderdorf e.V.
Das SOS-Kinderdorf Santo besteht seit 1984 nahe der Hauptstadt Port-au-Prince und hat das Erdbeben durch seine solide Bauweise wenig beschädigt überstanden. Die Gebäude bieten nicht nur den bereits dort lebenden Kindern Schutz, sondern dienen jetzt auch als Nothilfeunterbringung für zusätzliche 300 vom Erdbeben betroffene Kinder. Außerdem unterstützt das SOS-Kinderdorf Santo weitere 7000 Kinder und Jugendliche in der Umgebung der Einrichtung mit „Emergency Kits“, die aus Lebensmitteln, Wasser, Zelten, Decken und medizinischer Versorgung bestehen – zur Linderung der ersten Not.


© Hilary Atkins




2006: Erdbeben auf Java

Unmittelbar nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Java am 27. Mai 2006 lief für die Überlebenden die Soforthilfe an. Bei dem Erdbeben kamen nach offiziellen Angaben mindestens 3.500 Menschen ums Leben, etwa 10.000 wurden verletzt. 200.000 Menschen verloren ihre Häuser. Besonders schwer getroffen wurde – außer der Großstadt Yogyakarta – die Region Bantul.
Die Deutsche Bank Asia Foundation stellte einen Betrag von 50.000 Euro für Erste Hilfe-Maßnahmen zur Verfügung, zusätzlich unterstützte die Deutsche Bank die Hilfsmaßnahmen mit 250.000 Euro. Wie bei der Tsunami-Katastrophe wurden die einzelnen Projekte vom Chief Country Officer Suresh Narang und dem durch ihn eingesetzten CSR-Committee Indonesia ausgesucht und begleitet.




2005: Erdbeben in Pakistan

Das Erdbeben, das im Oktober 2005 Pakistan erschütterte, zerstörte mehr als 400.000 Häuser, 3,5 Millionen Menschen wurden obdachlos. Die Zahl der Todesopfer betrug mehr als 80.000, ebenso viele Menschen wurden verletzt. Nach ersten Soforthilfe-Maßnahmen widmete die Deutsche Bank Stiftung ihr Engagement verstärkt Bildungsprojekten und Investitionen in langfristig wirksame Infrastrukturen.
Insgesamt hat die Deutsche Bank für die Opfer des Erbebens über 1,2 Mio. Euro bereitgestellt. In der Summe enthalten sind 50.000 Euro, die die Deutsche Bank Asia Foundation dem Roten Kreuz zukommen ließ, sowie rund 50.000 Euro, die über die Matched Giving-Programme der Deutschen Bank in den USA und Großbritannien, bei denen die Bank die Spenden der Mitarbeiter in gleicher Höhe aufstockt, bereitgestellt wurden. Jeweils 250.000 Euro spendete die Bank u. a. an den internationalen Bereich des Malteser-Hilfsdienstes und an den Auslandsdienst der Johanniter-Unfallhilfe.




2005: Hurrikan Katrina

Der Hurrikan Katrina richtete im August 2005 in den südöstlichen Teilen der USA verheerende Schäden an. Durch den Sturm und seine Folgen kamen etwa 1.800 Menschen ums Leben. Insbesondere die Stadt New Orleans war stark betroffen: Durch ihre geographische Lage führten zwei Brüche im Deichsystem dazu, dass bis zu 80 Prozent des Stadtgebietes bis zu 7,60 Meter tief unter Wasser standen.
Das North American Equity Department der Deutschen Bank stellte alle Provisionen des 7. September 2005 für die Opfer von Hurrikan Katrina zur Verfügung. Zusammen mit den Spendenannahmen durch die Deutsche Bank Mitarbeiter kamen insgesamt 1 Mio. USD zusammen.






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Letzte Änderung: 11. November 2014
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