Der Portikus auf der Maininsel
© Helena Schlichting, Courtesy Portikus
Das neue Gebäude wurde von dem Frankfurter Architekten Christoph Mäckler entworfen und befindet sich auf der Maininsel im Zentrum der Stadt. Zur Eröffnung im Mai 2006 wurde das erste Projekt der Reihe „Light Lab“ von Olafur Eliasson unter dem Glasdach des Gebäudes installiert, wo es bei Nacht bereits von außen sichtbar war. Über zwei Jahre hinweg entstanden weitere Lichtinstallationen, die kontinuierlich das Erscheinungsbild des Gebäudes verändert haben.
Der Portikus ist der herausragende Ort für zeitgenössische Kunst in Frankfurt am Main. 1987 gegründet, galt er damals als Deutschlands witzigster und billigster Kunsthallen-Neubau: Hinter das Portal der Stadtbibliothek wurden nach einem Entwurf der ehemaligen Städelschüler Marie-Theres Deutsch und Klaus Dreißigacker einfache Container gestellt. Von den Rudimenten des klassizistischen Bibliotheksgebäudes rührte der Name des originellen Ausstellungsbaus.
Zunächst als Provisorium belächelt, wurde der Portikus als Ausstellungsort für avancierte Positionen der Kunst legendär. In jährlich sechs bis acht Ausstellungen wurden und werden im Portikus, der zur Städelschule gehört, ebenso junge Positionen wie aktuelle Werke etablierter Künstler präsentiert. Die Deutsche Bank Stiftung unterstützt seit 1999 jährlich eine Ausstellung diese Frankfurter Institution, die aufgrund ihres hohen künstlerischen Anspruchs auch international hoch angesehen ist.
2013 ist die Stiftung Patin der Ausstellung des Künstlers John Knight, die vom 04. Mai bis 30. Juni 2013 im Portikus zu sehen ist.