
Die Studienkirche in Passau
© Festspiele Europäische Wochen Passau
Neben Veranstaltungen mit renommierten Künstlern wird in Passau besonderer Wert auf die Teilnahme hervorragender Nachwuchstalente gelegt. Die Offenheit der Festspiele für Neues wird nicht zuletzt an den verschiedenen Uraufführungen deutlich, die in den vergangenen Jahren Auftragsproduktionen aus den Bereichen Musik und Theater zeigten.
Ein Europa des Friedens und der Freiheit – diesem Gedanken haben sich die Festspiele Europäische Wochen verschrieben. Das Festival wurde 1952 von amerikanischen Offizieren in Zusammenarbeit mit der Stadt Passau gegründet, um im Nachkriegsdeutschland die Vision eines neuen Europas zu etablieren: Kulturelle und politische Fragen waren gleichermaßen von Bedeutung. Künstler, vor allem aus Mittel- und Osteuropa, sollten eine Plattform für ihre Kunst erhalten.
Die geographische Lage Passaus legt es nahe, grenzüberschreitend die ganze Region in die Festspiele einzubinden. Neben Deutschland beteiligen sich Österreich und Tschechien an der Gestaltung des Festivals.
Das Programm ist vielseitig: Opern- und Theateraufführungen, Orchester- und Chorkonzerte, Liederabende, Lesungen, Filme, Ausstellungen sowie Vorträge und ein jährliches Gesprächsforum bieten ein breites kulturelles Spektrum. Zu dem hohen künstlerischen Anspruch des Festivals kommt die Schönheit der Veranstaltungsorte in Kirchen, Klöstern, Burgen und Schlössern der Region. Die Deutsche Bank Stiftung unterstützte 2012 als einer der Hauptförderer des Festivals die Reihe „An Europa“, in deren Rahmen junge Künstler ihre eigens für die Europäischen Wochen erarbeiteten Programme präsentieren, welche sich mit nationalen Mythen oder den Grundsteinen kultureller Gedächtnisse verschiedenster europäischer Nationen befassen.