Villa Romana

Die neuen Preisträger des Villa Romana-Preises 2014 stehen fest. Die Juroren, die Künstlerin Jutta Koether und Rein Wolfs, Intendant der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, wählten unter zehn vorgeschlagenen Kandidaten Ei Arakawa / Sergei Tcherepnin, Natalie Czech, Loretta Fahrenholz und Petrit Halilaj / Alvaro Urbano aus.

Der Villa Romana-Preis besteht aus einem zehnmonatigen Arbeitsaufenthalt in dem renommierten Künstlerhaus in Florenz. Von Februar bis November 2014 werden die Preisträger dort leben und arbeiten. Sie erhalten ein freies Atelier und ein monatliches Stipendium, das es ihnen erlaubt, sich intensiv der eigenen künstlerischen Arbeit zu widmen. Sie können sich untereinander und mit regelmäßig eingeladenen Gastkünstlern über aktuelle Fragestellungen aus Kunst und Kultur austauschen.

Die Villa Romana wurde 1905 von dem Maler Max Klinger erworben, um Künstlern eine großzügige Arbeitssituation in Florenz zu bieten. „Von Künstlern für Künstler” war das erklärte Motto der Gründer.

Die Geschichte des Villa Romana-Preises ist mit vielen bedeutenden Namen verbunden. So waren neben anderen Max Beckmann, Käthe Kollwitz und Ernst Barlach, Georg Baselitz und Markus Lüpertz, Karin Sander, Katharina Grosse, Dellbrügge & de Moll sowie Amelie von Wulffen Preisträger der Villa. Ihr 100-jähriges Bestehen feierte die Villa Romana 2005 mit einer Jubiläumsausstellung in Weimar. Die Ausstellung präsentierte ein breites Spektrum an Arbeiten, die im Kontext des Aufenthaltes von Künstlern in der Villa Romana entstanden sind.

Größter privater Förderer des Trägervereins ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Beiträge stellen andere Stiftungen, Firmen und Privatpersonen sowie der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung.

Der Villa Romana-Preis ist nicht nur der älteste deutsche Kunstpreis, sondern auch das am längsten bestehende kulturelle Engagement der Deutschen Bank und ihrer Stiftungen: Bereits seit Ende der 1920er Jahre wird diese renommierte Auszeichnung für zeitgenössische Kunst in Deutschland unterstützt und dokumentiert damit eindrücklich die Tradition der Nachwuchsförderung in der Bank und ihrer Stiftungen. Eine weitere Besonderheit: Von Beginn an engagieren sich Mitarbeiter der Bank in den Gremien des Vereins.  


Im Vordergrund zu sehen: Loretta Fahrenholz, Grand Openings Return of the Blogs (Dokumentation, DV, 40 min., 2012). Das experimentelle Video begleitet eine 13-tägige Performancereihe der Gruppe Grand Openings im Juli 2011 im Museum of Modern Art, New York.
© Loretta Fahrenholz


Vom 27. August bis 8. September 2013 bringt die Villa Romana den Süden nach Berlin: Filme, Lectures, Musik und Performances, deren gemeinsame Schnittmenge eine Produktion, ein Auftritt in der Villa Romana war. Unter den Teilnehmern: die Performance-Gruppe Kinkaleri aus Prato, Gastkünstler aus Algier, Casablanca, Alexandria und Tirana, das Workcenter of Jerzy Grotowsky and Thomas Richards aus Pontedera, Filme von Gianfranco Baruchello, ein Nachtkonzert von Luciano Maggiore, „Der falsche Auerhahn“ von „Wichtel und die Wuchteln“ (Oswald und Ingrid Wiener, Rosa Barba, Jan St. Werner, Klaus Sander) und natürlich die Villa Romana-Preisträger 2013: Shannon Bool, Mariechen Danz, Heide Hinrichs und Daniel Maier-Reimer.


 


Weitere Informationen
Auf DB ArtMag erfahren Sie mehr über die Villa Romana-Preisträger 2014 


Das Villa Romana Arbeitsbuch 2008-2011

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Letzte Änderung: 11. September 2013
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