Deutscher Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis ist der renommierteste deutsche Literaturpreis und wird im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vergeben. Seit 2014 engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung für die Auszeichnung, um Autoren ein Forum zu geben und einer breiten Öffentlichkeit Zugang zur Gegenwartsliteratur zu ermöglichen.


Der mit insgesamt 37.500 Euro dotierte Preis orientiert sich an Vorbildern wie dem englischen „Man Booker Prize“ und dem französischen „Prix Goncourt“.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten Roman in deutscher Sprache aus. Ziel des Preises ist es, über Ländergrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu schaffen für deutschsprachige Autoren, das Lesen und das Leitmedium Buch.

Bis zum 24. März konnten Verlage wieder bis zu zwei deutschsprachige Romane aus dem aktuellen oder geplanten Programm für die Auszeichnung im Jahr 2016 einreichen und bis zu fünf weitere Titel aus dem aktuellen oder geplanten Programm empfehlen. 98 Verlage haben jetzt insgesamt 156 Romane ins Rennen geschickt.

Der Preisträger wird dann in einem mehrstufigen Verfahren ermittelt. Eine unabhängige, siebenköpfige Jury sichtet zunächst alle von den Verlagen eingereichten Romane und stellt eine 20 Titel umfassende Longlist zusammen. Im September wirde dann die Shortlist mit sechs nominierten Romanen bekanntgegeben.

Aus diesem Kreis wählt die Jury den Buchpreisträger aus - erst am Abend der Preisverleihung erfahren sowohl Öffentlichkeit als auch die sechs Autoren den Gewinner des Deutschen Buchpreises.

2015 wurde der Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ des Offenbacher Autors Frank Witzel ausgezeichnet.

Um größtmögliche Unabhängigkeit und Transparenz bei der Preisvergabe zu sichern, hat der Vorstand des Börsenvereins die elfköpfige Akademie Deutscher Buchpreis berufen, der Vertreter der Buch- und Medienbranche angehören. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Wahl der jährlich wechselnden Jury, die den Preisträger in den verschiedenen Auswahlstufen ermittelt.

Durch ihre Förderung möchte die Deutsche Bank Stiftung direkte Begegnungen zwischen Autoren und Leserschaft ermöglichen: So lud sie auch 2015 wieder zu einer Blind Date-Lesung ein, bei der das Publikum erst am Abend selbst erfuhr, welcher der Buchpreiskandidaten zu Gast ist. Auf der Lesung überraschte die später auch für die Shortlist nominierte Berliner Autorin Inger-Maria Mahlke die Buchenthusiasten und las aus ihrem Roman "Wie Ihr wollt".

Auf großes Interesse stieß auch die Preisträgerlesung mit Frank Witzel - vor vollbesetztem Haus stellte Witzel seinen prämierten Roman im Gespräch mit der WDR 5-Moderatorin Rebecca Link dem Publikum im Kuppelsaal der Deutschen Bank in Düsseldorf vor.

Erstmals zum Deutschen Buchpreis 2015 lud die Stiftung zu einem neuen Lesungsformat in der Mittagspause ein: In einer Lunch Lecture mit Monique Schwitter, Shortlist-Autorin und Trägerin des Schweizer Buchpreises, präsentierte diese Frankfurter Literaturbegeisterten ihren Roman "Eins im Andern".



Frank Witzel zu Gast auf der Düsseldorfer Kö' © Deutsche Bank Stiftung


 

Aktuelle Informationen

Hier finden Sie die Ausschreibungsunterlagen

Weitere Informationen

Die Begründung der Jury zur Preisverleihung 2015 finden Sie hier

Die Shortlist 2015 für den Deutschen Buchpreis kann hier eingesehen werden

Wichtige Termine

24. März
Ausschreibungsende

23. August
Bekanntgabe Longlist

16. September
Blind Date-Lesung
Deutsche Bank Stiftung

20. September
Bekanntgabe Shortlist

17. Oktober
Preisverleihung

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Letzte Änderung: 19. Juli 2016
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