Deutscher Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis ist der renommierteste deutsche Literaturpreis und wird im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vergeben. Seit diesem Jahr engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung für die Auszeichnung, um Autoren ein Forum zu geben und einer breiten Öffentlichkeit Zugang zur Gegenwartsliteratur zu ermöglichen. Jetzt lud die Stiftung zu einer Preisträgerlesung mit Lutz Seiler ein.

Dieser wurde im Oktober mit dem Deutschen Buchpreis 2014 ausgezeichnet. Die Jury begründete Ihre Wahl damit, dass Seilers Debütroman „Kruso" „durch seine vollkommen eigenständige poetische Sprache, seine sinnliche Intensität und Welthaltigkeit“ überzeugt habe.

Durch ihre Förderung möchte die Deutsche Bank Stiftung auch direkte Begegnungen zwischen Autoren und Leserschaft ermöglichen: Nachdem sie bereits zu einer Blind Date-Lesung mit der Longlistautorin Ulrike Draesner nach Frankfurt eingeladen hatte, fand am 4. November 2014 eine Preisträgerlesung in Düsseldorf mit Lutz Seiler statt.

Nach der Lesung konnten die Besucher sich in einem moderierten Gespräch mit dem Autor über dessen Werk austauschen. In der anschließenden Signierstunde war auch ein direkter persönlicher Kontakt möglich.



Preisträgerlesung vor ausgebuchtem Haus: Lutz Seiler im Gespräch über seinen Roman „Kruso" © Deutsche Bank Stiftung


Der mit insgesamt 37.500 Euro dotierte Deutsche Buchpreis ist der renommierteste deutsche Literaturpreis. Er orientiert sich an Vorbildern wie dem englischen „Man Booker Prize“ und dem französischen „Prix Goncourt“.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten Roman in deutscher Sprache aus. Ziel des Preises ist es, über Ländergrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu schaffen für deutschsprachige Autoren, das Lesen und das Leitmedium Buch.

Der Preisträger wurde in einem mehrstufigen Verfahren ermittelt. Zunächst sichtete eine siebenköpfige Jury alle von den Verlagen eingereichten Romane und stellte eine 20 Titel umfassende Longlist zusammen. Daraus wählten die Juroren sechs Titel für die Shortlist, die im September 2014 veröffentlicht wurde. Erst am Abend der Preisverleihung erfuhren sowohl Öffentlichkeit als auch die sechs Autoren den Gewinner des Deutschen Buchpreises 2014.

Verlage konnten sich mit ihren Titeln direkt um die Auszeichnung bewerben. Die Besonderheit: Auch Titel, die sich zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch in der Produktion befanden, waren zum Auswahlverfahren zugelassen. Der Deutsche Buchpreis steht dabei für eine unabhängige und kompetente Preisträgerermittlung: Die sieben Juroren prüften alle eingereichten und den Teilnahmekriterien entsprechenden Bücher, insgesamt 176 Titel.

Um größtmögliche Unabhängigkeit und Transparenz bei der Preisvergabe zu sichern, hat der Vorstand des Börsenvereins die elfköpfige Akademie Deutscher Buchpreis berufen, der Vertreter der Buch- und Medienbranche angehören. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Wahl der jährlich wechselnden Jury, die den Preisträger in mehreren Auswahlstufen ermittelt.



Gewinner des Deutschen Buchpreises 2014: Lutz Seiler © Claus Setzer 


 

Aktuelle Informationen

Die Presse-Information zur Preisverleihung finden Sie hier.

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Letzte Änderung: 5. November 2014
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