Akademie Musiktheater heute

Bewerbungskriterien für ein Stipendium 2017-2019 der „Akademie Musiktheater heute“

Für das Stipendium der Akademie können sich vom 15. Januar bis 30. April 2017 bewerben:
• Studierende und junge Profis aus den Sparten Bühnen- und/oder Kostümbild, Dirigieren, Dramaturgie, Komposition, Kulturmanagement, Libretto/Text oder Regie im Bereich Musiktheater/Oper
• Quereinsteigende anderer Studienrichtungen bzw. Ausbildungen mit einschlägigen Praktika oder Berufserfahrung in den oben genannten Sparten

Allgemeine Bewerbungskriterien

• Die Altersgrenze liegt bei Jahrgang 1985.
• Pro Jahr können Sie sich lediglich für eine Sparte bewerben.
• Im Sinne des künstlerischen Dialogs und der interdisziplinären Zusammenarbeit werden gute Kenntnisse der deutschen Sprache vorausgesetzt.
• Pro Jahr werden bis zu 15 Stipendien vergeben.
Bewerbende, die bei einem vorherigen Auswahlverfahren nicht angenommen wurden, können sich in den Folgejahren (im Rahmen der jeweiligen Altersobergrenze) weitere Male bewerben!

Bewerbungsschluss ist der 30. April 2017

Das Auswahlverfahren:

• Das Stipendium wird öffentlich ausgeschrieben.
• Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgt durch eine Fachjury. Die Jury setzt sich aus Kuratoriumsmitgliedern, Mitgliedern des Alumnikreises und Gastjurorinnen und –juroren zusammen, die in jedem Jahr wechseln. Die Jury wird Anfang Oktober auf der Homepage bekannt gegeben.
• Die Entscheidung wird den Bewerberinnen und Bewerbern im Juli 2017 mitgeteilt.

Bestandteile der Bewerbung

Bitte laden Sie den Bewerbungsleitfaden und das Formular herunter.

 

Essaythemen 2017

Bühnen- und Kostümbild

Once upon a time...
Where did this happen?
Outside or within?
Ancient fable, what does it mean,
Ladies and gentlemen?
...
(Prologbeginn Bluebeard‘s Castle von Bela Bartok)

Zur Auswahl stehen „Bluebeard`s Castle“ von Bela Bartok und „Ariane et Barbe-Bleue“ von Paul Dukas.

In beiden Opern gibt es eine unmittelbare Verknüpfung zwischen Märchen und Psyche.
Wie und wo begegnen sich Märchen und Realität?

Wählen Sie eine der beiden Opern, begründen Sie kurz Ihre Wahl. Entwickeln Sie Ihre Ideen zu Raum und Figuren und visualisieren Sie anhand von Bildern, Skizzen, Zeichnungen, Fotos, Texten oder Modellen ihr Aufführungskonzept.

Suchen Sie einen konkreten TheaterOpernRaum, spielen Sie  mit den Möglichkeiten der Theater Maschinerie, ziehen Sie vielleicht das ganze Haus mit den möglichen Spielorten wie Foyer, Zuschauerraum, Vorplatz etc. in Betracht.


Dirigieren

Brian Ferneyhough sagte vor 25 Jahren voraus, dass seine Werke eines Tages technisch so leicht zu spielen sein würden von Profis wie in seiner Jugend die Werke Mozarts. Diese Zeit ist gekommen – das „Widerständige“ einer politisch-emphatisch verstandenen Neuen Musik liegt nicht mehr in professioneller Empörung über ihre „Unspielbarkeit“. Auch Neue Musik wird zum Repertoire. Kurz: professionelle Orchester verjüngen sich, die Expertise der nächsten Generation Musikerinnen und Musiker werden immer breiter: Alte Musik, Klassische Musik, Neue Musik sind mittlerweile professionell weit verbreitete Kompetenzen. Die Orchestermusiker_innen werden technisch immer besser und stilistisch breiter. Eine junge Generation Orchestermusiker_innen begegnet Dirigent_innen auf Augenhöhe. In traditionellen Settings behauptet sich dabei die koordinierende Funktion des  Dirigenten. Sowohl die kanonischen Werke als auch die neuen experimentellen (Kammer)formate kommen und kämen mittlerweile ohne diese Funktion aus. Wofür braucht es Dirigent_innen?


Dramaturgie

Wie kann Musiktheater heutzutage politisch sein? Und soll es das Ihrer Meinung nach überhaupt?



Komposition

„Die Oper ist ein Kraftwerk der Gefühle.“ (Alexander Kluge)
„Die Epoche der Darstellung menschlicher Gefühle und Emotionen in der Kunst war nun lange genug. Wir haben ein genügend großes Spektrum an Werken, die den Menschen dargestellt haben, wie er so zwischen Tier und Engel herumleidet. Das ist irgendwie zu Ende gekommen und wir haben meines Erachtens auch genug davon. Ob in der Kunst nun noch ein paar mehr Exzesse von extremen Äußerungen des Menschen, extremen Situationen der Freude oder des Leides, des Jubelns oder des Schreiens und Gequält seins ausgedrückt werden, macht dieses Spektrum nicht mehr breiter.“ (Karlheinz Stockhausen, „Astronische Musik“, in: „Texte zur Musik“ 1984-1991, Kürten 1998, S.27 f)

Inwiefern spielt Emotionalität für Sie eine Rolle im zeitgenössischen Musiktheater?

In Ihrem Essay stellen Sie dramaturgisch knapp skizziert ein imaginäres Musiktheater vor. Würden Sie den Schwerpunkt Ihrer Komposition auf die Zeichnung emotionaler bzw. psychosozialer Prozesse setzen, oder bevorzugen Sie die Entwicklung einer formalen bzw. abstrakten Ästhetik?

Melodie ist nicht erst seit Stockhausen im Musiktheater des 20./21. Jhd. als Stilmittel in den Hintergrund getreten. Wie positionieren Sie sich dazu, und wie setzen Sie Ihre Position künstlerisch um?


Kulturmanagement

In unserer Branche sind wir heute für das Repertoire der Zukunft verantwortlich, d.h. wir sind für die Zukunft der Branche und der Theater mitverantwortlich.

Entwerfen Sie einen Plan/ein Projekt, das darauf zielt Komponisten, Librettisten, Opern für heute und für die Zukunft zu formen, zu produzieren und zu kreieren. Themen, Format der Opern ist Ihnen überlassen, doch Plan/Projekt sollten an einem Repertoire- oder Stagione-Theater realisierbar sein.

Die treibenden Fragen hierbei sind:  wie sieht das Repertoire in der Zukunft aus? (in 10 Jahren, in 20 Jahren) Wie könnte und sollte es aussehen?



Libretto/Text

Sie werden gebeten, das Libretto für eine neue Oper zu schreiben. Der/Die Komponist/in überlässt Ihnen die Wahl zwischen den zwei vom auftraggebenden Opernhaus vorgeschlagenen Sujets: Zur Wahl stehen a) die Bearbeitung einer Erzählung von Edgar Allan Poe, oder b) ein frei erfundenes Sujet. Für welche Option entscheiden Sie sich und warum? Und mit welchem Schriftstück überzeugen Sie das auftraggebende Opernhaus von Ihrer Idee? (Exposé, eine Textprobe...)


Regie

Die vierte Wand - Öffnung der Spielformen

Die sogenannte „vierte Wand“ ist eine jahrhundertealte Theatertradition, die traditionell nur bei Komödien durchbrochen und zur Debatte gestellt wird.

Andere Formate wie Film, Fernsehen und Internet werden zunehmend interaktiver.

Kann/muss das Musiktheater sich und seine Spielformen nicht weiter öffnen, um relevant bleiben zu können?

Entwerfen Sie anhand von Mozarts „Zauberflöte“ mögliche Präsentations- und Inszenierungsformen für eine Aufführung, die das Spiel mit der „vierten Wand“ gezielt thematisiert.



Bei Fragen können Sie sich gern jederzeit an uns wenden:
akademie.musiktheater-heute@db.com

Akademie Musiktheater heute
der Deutsche Bank Stiftung
Börsenplatz 5
60262 Frankfurt am Main

Aktuelle Informationen

 
Den Flyer zur aktuellen Bewerbung für das Stipendium finden Sie hier.

Uraufführung von „immer weiter“ am 7. Juli 2017 an der opera stabile in Hamburg mehr

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con moto –
Die Broschüre der
„Akademie Musiktheater heute“

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Letzte Änderung: 13. Januar 2017
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