Akademie Musiktheater heute

Bewerbungskriterien für ein Stipendium 2016-2018 der „Akademie Musiktheater heute“

Für das Stipendium der Akademie können sich vom 15. Januar bis 31. Mai 2016 bewerben:
• Berufsanfänger und Studenten mit dem Berufsziel Bühnen- und/oder Kostümbild, Dirigieren, Dramaturgie, Komposition, Kulturmanagement oder Regie im Bereich Musiktheater/Oper
• Quereinsteiger anderer Studienrichtungen bzw. Ausbildungen mit einschlägigen Praktika oder Berufserfahrung in den oben genannten Sparten

Allgemeine Bewerbungskriterien

• Die Altersgrenze liegt bei Jahrgang 1984.
• Pro Jahr können Sie sich lediglich für eine Sparte bewerben.
• Im Sinne des künstlerischen Dialogs und der   interdisziplinären Zusammenarbeit werden gute Kenntnisse der deutschen Sprache vorausgesetzt.
• Pro Jahr werden bis zu 15 Stipendien vergeben.
• Bewerber, die bei einem vorherigen Auswahlverfahren nicht angenommen wurden, können sich in den Folgejahren (im Rahmen der jeweiligen Altersobergrenze) weitere Male bewerben.

Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2016.

• Das Stipendium wird öffentlich ausgeschrieben.
• Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch eine Fachjury.
• Die Jury setzt sich aus Kuratoriumsmitgliedern, Mitgliedern des Alumnikreises und Gastjuroren zusammen, die in jedem Jahr wechseln. Die Jury wird Anfang Oktober auf der Homepage bekannt gegeben.
•Die Entscheidung wird den Bewerbern bis September 2016 mitgeteilt.

Bestandteile der Bewerbung

Die Ausschreibung 2016 ist abgeschlossen. Informieren Sie sich hier ab Januar 2017 über die nächste Bewerbungsrunde.

 

Essaythemen 2016

Bühnen- und Kostümbild

Phantastische Szenen in Pique Dame (Die Erscheinung der Gräfin) Freischütz (Wolfschlucht) und Macbeth (Der erste Auftritt der Hexen). Zauberei hat heute Hochkonjunktur. Vergleichen Sie die drei Szenen und entwickeln Sie jeweils eine Idee, die mystisch, surreal und paranormal ist. Versuchen Sie alte Theatertricks mit moderner Technik zu verbinden. Und eine Idee, bei der diese Szenen entzaubert, rational und psychologisch erzählt werden. Visualisieren Sie Ihre Ideen durch Skizzen Texte, Modelle oder Fotos.


Dirigieren

Interpretationsansätze: Allzu viele Aufführungen und Aufnahmen wirken heutzutage beliebig, „undurchdrungen“ und geglättet. Wie kristallisieren Sie die Schönheiten oder auch die herben Aspekte, ja sogar die Radikalitäten (um wieder mal eine Lanze für Berlioz zu brechen) einer Partitur heraus? Wie arbeiten Sie Eigentümlichkeiten aus, suchen Sie bewusst nach einzigartigen und eventuell zukunftsweisenden Aspekten einer Komposition? Wie gehen Sie mit augenscheinlichen Schwächen einer Instrumentierung um- kaschieren oder demonstrieren? Wie gehen Sie bei handwerklich sauberen aber unspektakulären Werken vor?


Dramaturgie

Von der Auffassung, dass sich ein Werk selbst vermittelt, bis hin zum Verständnis von Vermittlung als Marketingstrategie spannt sich ein weiter Bogen.

Ist "Vermittlung" ein zentraler Begriff dramaturgischer Arbeit? Welche Rolle spielt der Vermittlungsgedanke im Spannungsfeld von Werk, künstlerisch Beteiligten und Publikum und inwiefern sollte er in die Spielplankonzeption, die Komposition eines Werkes und dessen Umsetzung sowie in gesonderte (künstlerische) Formate einfließen? Welche Formen der Vermittlung sind Ihrer Meinung nach wichtig und wo sehen Sie Ihre Aufgaben als DramaturgIn?


Komposition

Schreiben Sie uns bitte auf, was Sie am typischen zeitgenössischen Musiktheater/ an der typischen zeitgenössischen Oper am meisten nervt, und wie und warum Sie es gerne als Komponist/in anders machen würden.


Kulturmanagement

Die Oper muss sich den vielfältigen Herausforderungen der Zeit stellen, nicht nur vor dem Hintergrund sinkender Subventionen, sondern auch im Angesicht der politischen Ereignisse der letzten Wochen und Monate. Noch ein weiteres Thema wird in vielen Städten virulent: wie gehen wir mit den dringend notwendigen Sanierungen der alternden Opernhäuser um? Wie erreichen wir eine größere Akzeptanz innerhalb der Städte für die Kunstform Oper und für die Notwendigkeit dieser Sanierungen? Wie sollte ein Opernhaus in Zukunft aussehen?
 
Diskutieren Sie einige dieser Punkte sowie die untenstehenden Fragen vor dem Hintergrund des folgenden Fallbeispieles: Stellen Sie sich ein Opernhaus einer mittleren deutschen Großstadt vor, das nach einer fünfjährigen Umbauphase wieder in sein renoviertes Haus zurückziehen kann. In diesem spielt es Oper im Repertoire als eigene Sparte - ohne Ballett oder Schauspiel.  Zuletzt wurden über mehrere Jahre hinweg in den verschiedensten Ausweichspielstätten erfolgreiche Aufführungen gezeigt, auch neues Publikum wurde erobert, der Focus des Spielplanes ein wenig verlagert und das Ensemble umgebaut. Nun geht es zurück ins renovierte Theater, welches mit 1.500 Plätzen und 180 Vorstellungen einen intensiveren Betrieb hat als zuvor in den Ausweichspielstätten.

Welche Schwerpunkte sollte man im neuen Haus setzen? Wie stellt man die Verbindung in die Stadt her? Wie nimmt man die neugewonnenen Zuschauer mit, vor allem die, die vielleicht zuvor nie in einem richtigen Opernhaus waren, aber gerne die alte Lagerhalle besucht haben? Wo holt man die Abonnenten wieder ab, die vielleicht nicht in alle Ausweichspielstätten mitgezogen sind? Wie entwickelt man den Spielplan weiter? Wie baut man das Ensemble wieder auf?



Regie

Angenommen für Ihren nächsten Regieauftrag haben Sie die Entscheidungsfreiheit, was Sie inszenieren werden. Mit welchem Stoff und in welchem Format wollen Sie arbeiten, ob Opernrepertoire, zeitgenössisches Musiktheater oder eine andere Form, und warum? Skizzieren Sie kurz Ihr Konzept und die Relevanz Ihrer Wahl.



Bei Fragen können Sie sich gern jederzeit an uns wenden:
akademie.musiktheater-heute@db.com

Akademie Musiktheater heute
der Deutsche Bank Stiftung
Börsenplatz 5
60262 Frankfurt am Main

Aktuelle Informationen

Uraufführung von „Tonguecat“ am 25. Juli 2016 bei den Opernfestspielen München.

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Letzte Änderung: 12. Juli 2016
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