Akademie Musiktheater heute

Jury 2016

Beratung bei der Auswahl der Stipendiaten: Die Juroren
Die Jury setzt sich aus Fachmännern der einzelnen, in der AMH vertretenen Sparten zusammen, die in jährlich wechselnder Besetzung die Bewerber auswählen. Die Stipendiatenauswahl wird beim Festakt im Oktober bekannt gegeben.



© Mara Eggert

Moritz Eggert

Sparte: Komposition

Komponist, Pianist, Performer, Dirigent und Autor
Moritz Eggert wurde 1965 in Heidelberg geboren und ist einer der vielseitigsten und innovativsten Künstler der Neuen Musik Szene. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, experimentiert mit unterschiedlichen Musikstilen und engagiert sich für ein Umdenken im Zugang und Umgang mit zeitgenössischer Musik. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Freax“ (Oper zusammen mit Christoph Schlingensief 2007) oder „Wir akzeptieren die Nutzungsbedingungen“ (Auftragswerk zum 100jährigen Jubiläum der Goethe-Universität Frankfurt 2014) versucht er das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum aufzulösen. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 12 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren Zwischentöne, zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“.

Zu den kommenden Projekten gehört die szenische Uraufführung der Oper „Freax“ in Regensburg (Januar 2017), eine neue Oper („Caliban“) für Operafront Amsterdam und das Asko-Ensemble sowie ein Klavierkonzert für den Pianisten Ingo Dannhorn. Des Weiteren tritt er als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer auf und setzt sich auch hier nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Er lebt zusammen mit seiner Frau, der Schriftstellerin Andrea Heuser, und Sohn Milo und Tochter Siri in München.
Mehr Infos unter www.moritzeggert.de



© Veerle Vercauteren

Stefan Blunier 


Sparte: Dirigieren

Der in Bern geborene Dirigent Stefan Blunier studierte in seiner Heimatstadt und an der Folkwang Hochschule Essen Klavier, Horn, Komposition und Dirigieren. Nach Stationen in Mainz, Augsburg und Mannheim, war er von August 2001 bis Dezember 2008 Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt. 2008 übernahm Stefan Blunier die Position des Generalmusikdirektors der Bundesstadt Bonn und wurde somit gleichzeitig Chefdirigent des Beethoven Orchesters Bonn und der Oper Bonn.

Erfolgreiche Teilnahmen an Dirigierwettbewerben (Besançon 1990 und Malko 1992 in Kopenhagen) führten früh zu Konzertverpflichtungen im In- und Ausland. So gastierte Stefan Blunier bei über 90 Sinfonieorchestern in Europa und Asien.

Im Bereich der Oper war er an den Opernhäusern in München, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Stuttgart und Berlin (Komische Oper und Deutsche Oper) sowie in London (ENO), Montpellier, Oslo, Zürich und Bern tätig.
Mit Beginn der Saison 2010/2011 wurde Stefan Blunier für 3 Jahre zum “Premier Chef Invité” des Orchestre National de Belgique in Brüssel ernannt.

Zu den künftigen Aufgaben in 2014/15 gehören neben seiner Tätigkeit als GMD der Stadt Bonn die Debüts beim NHK Tokyo (inklusive einer kleinen Japantournee), dem Radioorchester Oslo und der South Netherlands Philharmonic, sowie Konzerte mit dem Orchestre National de Belgique, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Rundfunkorchester München, dem RTÉ NSO Dublin und dem Orquesta di Porto. In Oslo dirigiert Blunier die Wiederaufnahme seiner Neuproduktion von „Hoffmanns Erzählungen“ in der Regie von Calixto Bieto.

In 2015/16 eröffnet Stefan Blunier an der Komischen Oper die Berliner Spielzeit mit einer Premiere von „Hoffmann`s Erzählung“ in der Regie von Barry Kosky.

Danach beginnt seine letzte Saison als GMD in Bonn mit der Premiere von „Benvenuto Cellini“ und zahlreichen Konzerten und CD- Produktionen (u.a. die Vollendung der integralen Aufnahme der Sinfonien Beethovens) und als Schlusspunkt Mahlers 9. Sinfonie als Eröffnungskonzert bei den Mahler-Festspielen in Toblach. Konzerte als Gastdirigent sind mit dem Sinfonieorchester Aalborg, dem Nationaltheaterorchester Mannheim, den Stuttgarter Philharmonikern, dem BBC Glasgow und dem Orchestre National de Belgique vorgesehen.

Zahlreiche CD- Einspielungen bei SONY, Hyperion, Dabringhaus & Grimm, CPO und Crystal liegen vor

 


Christoph Hetzer


Sparte: Bühnen- und Kostümbild

Der Bühnen- und Kostümbildner Christof Hetzer hat sein Studium bei Erich Wonder an der Wiener Akademie der bildenden Künste 2001 mit Auszeichnung abgeschlossen und arbeitet seitdem europaweit freischaffend für Oper und Schauspiel.

Eine langjährige Zusammenarbeit im Musiktheater verbindet ihn mit dem Regisseur David Hermann, für den er u.a. bei der Ruhrtriennale und mehrfach in Frankfurt, Karlsruhe, Basel, Luzern und Berlin Inszenierungen ausstattete – zuletzt an der Deutschen Oper Berlin, wo nach der erfolgreichen Eröffnungspremiere von Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern 2012 und Xenakis’ Oresteia 2014 jetzt im Frühjahr 2016 Janáceks Věc Makropulos von Publikum und Kritikern bejubelt wurde.

Für den Regisseur Hans Neuenfels entwarf Hetzer u.a. Bühnenbilder für Schauspiel in Köln und La Traviata an der Komischen Oper Berlin; er arbeitete auch mit Christian Stückl, Matthew Lutton und Constanza Macras, doch eine kontinuierlich enge Kooperation verbindet Hetzer mit dem Regisseur Pierre Audi, für dessen Inszenierungen er Räume und Figuren angefertigt hat, in u.a. 2010 der Uraufführung von Henzes Gisela! oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks sowie für Arbeiten in Antwerpen, London, Brüssel und Amsterdam. Hetzer hat die komplette Ausstattung im gemeinsamen Rigoletto 2014 an der Wiener Staatsoper geleistet, die Bühnenräume von Tosca 2014 in Paris entwickelt und wird im Frühsommer 2016 Bühne und Kostüme von Audis dortiger Neuproduktion von Tristan und Isolde gestalten.

Der gebürtige Salzburger Hetzer hat nicht nur eine Mozartoper bei den Salzburger Festspielen ausgestattet – eine Shakespeare-Arbeit auf der Perner-Insel folgt dort im Sommer 2016 – sondern auch eine Wagneroper in Bayreuth: Seit 2012 wird sein Bühnenbild für den Fliegenden Holländer auf dem Grünen Hügel bespielt.

Für den Regisseur Stefan Herheim entwarf Hetzer 2015 spektakuläre Bühnenräume für Les Contes d’Hoffmann bei den Bregenzer Festspielen und für Le Nozze di Figaro an der Hamburgischen Staatsoper – weitere gemeinsame Projekte, u.a. Wozzeck an der Deutschen Oper am Rhein sind in Arbeit.

Christof Hetzer ist mit der Tänzerin und Choreographin Gail Skrela verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne; die Familie lebt in Berlin.

Ina Karr

Sparte: Dramaturgie

Ina Karr studierte Musikwissenschaft und Germanistik sowie Schulmusik in Freiburg. Schon zu Studienzeiten war sie Autorin für Tages- und Fachzeitschriften sowie Festivalkorrespondentin für BBC London. Im Anschluss Dramaturgin des Festivals „Eclat“ sowie Geschäftsführerin des Neue Musik Ensemble Aventure. Ab 2002 war sie als Dramaturgin am Nationaltheater Mannheim tätig, 2006 wechselte sie als leitende Musiktheaterdramaturgin an das Oldenburgische Staatstheater, wo sie ab 2009 auch Operndirektorin war. Seit 2014 ist Ina Karr Chefdramaturgin des Musiktheater am Staatstheater Mainz. Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie u. a. mit den Regisseurinnen Elisabeth Stöppler oder Lydia Steier.
Einer der Schwerpunkte von Ina Karr liegt auf dem zeitgenössischen Musiktheater. So arbeitete sie mit Komponist*innen wie Maurcio Kagel, Simon Steen-Andersen, Isabel Mundry, Pascal Dusapin, Gordon Kampe und Zad Moultaka zusammen. Darüber hinaus ist sie regelmäßig als Jurorin und Vortragende tätig im Bereich zeitgenössisches Musiktheater für Junges Publikum. Zuletzt kuratierte sie das Europäische Musiktheaterfestival „Happy New Ears“ (November 2016 in Mannheim).


Eva-Maria Höckmayr 

Sparte: Regie

Studium der Theaterwissenschaft, Neueren deutschen Literatur und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Studium der Sprech- und Musiktheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie »August Everding« München. Für PELLEAS ET MELISANDE erhielt sie 2010 den Götz-Friedrich-Preis und den NRW-Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler, ihre Regiearbeiten erhielten zahlreiche Nominierungen für Beste Regie und Beste Produktion in den Fachzeitschriften Opernwelt und Die deutsche Bühne, wie OTELLO am Theater Freiburg, SUOR ANGELICA an der Oper Köln, Frederick Delius‘ ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE an der Oper Frankfurt.
Neben Stückentwicklungen, die sich zwischen den Sparten bewegen, zählen zu ihren Operninszenierungen bekannte Werke des Repertoires wie MADAMA BUTTERFLY am Nationaltheater Weimar, LUCIA DI LAMMERMOOR an der Oper Köln, DER FREISCHÜTZ am Staatstheater Darmstadt, DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL an der Oper Graz, PIQUE DAME und TANNHÄUSER am Theater Freiburg oder LA TRAVIATA am Theater Heidelberg.  Daneben inszenierte sie auch mehrfach barocke Wiederentdeckungen, wie Alessandro Scarlattis MARCO ATTILIO REGOLO im Rokokotheater Schwetzingen oder Telemanns EMMA UND EGINHARD an der Staatsoper Berlin unter der musikalischen Leitung von René Jacobs.
Nach ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE 2014, wird sie diese Spielzeit mit einer Inszenierung von Berlioz  LES TROYENS an die Oper Frankfurt zurückkehren. Von 2005-2007 Stipendiatin der „Akademie Musiktheater heute“. 


©Karl Forster

Eva Kleinitz 


Sparte: Kulturmanagement

Eva Kleinitz, geboren in Langenhagen/Niedersachsen. Studium der Musikwissenschaft, Entwicklungspsychologie und Italienischen Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes. Forschungsaufenthalte führten sie nach Rom, Rovereto, Paris und Mailand. Ab 1991 Regieassistentin und Spielleiterin u.a. bei den Bregenzer Festspielen, in Klagenfurt, Avignon, Nîmes, Paris, Strasbourg, Spoleto, Köln und Schwetzingen. Im Rahmen ihres Engagements im künstlerischen Betriebsbüro der Bregenzer Festspiele (ab 1998) Projektleitung von „Oper am See“ und „Oper im Festspielhaus“ sowie Verantwortung für Casting, Dramaturgie, Vertragswesen, Opernworkshop und Programmheftredaktion. Von Januar 2000 an leitete Eva Kleinitz dort das künstlerische Betriebsbüro und war bis 2003 Persönliche Referentin des Intendanten Alfred Wopmann. 2003-2006 arbeitete sie als Operndirektorin und stellvertretende Intendantin der Bregenzer Festspiele sowie als Prokuristin unter dem neuen künstlerischen Leiter David Pountney. 2006-2010 übernahm sie die Direktion für Künstlerische Planung und Produktion an der Brüsseler Oper La Monnaie / De Munt. Seit 2005 hält sie regelmäßige Gast-Vorlesungen und Workshops an der Showa University of Music in Shinjurigaoka/Kanagawa Präfektur, Japan. Ferner ist sie seit vielen Jahren regelmäßig Jurorin bei internationalen Gesangswettbewerben. Seit Herbst 2011 Mitglied im Aufsichtsrat von Opera Europa. Seit 2011/12 ist Eva Kleinitz Operndirektorin und Stellvertretende Intendantin im Leitungsteam der Oper Stuttgart, zudem seit Oktober 2013 Präsidentin von Opera Europa. Eva Kleinitz wurde im März 2016 zur Generalintendantin der Opéra national du Rhin in Strasbourg, Mulhouse und Colmar berufen. Diese Position wird sie zur Spielzeit 2017/18 antreten.

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Letzte Änderung: 10. Oktober 2016
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