STUDIENKOMPASS

Wissenschaftliche Studien machen deutlich, dass Jugendliche aus nicht-akademischen Elternhäusern im deutschen Bildungssystem benachteiligt sind. Die Deutsche Bank Stiftung hat zusammen mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und der Accenture-Stiftung 2007 eine Bildungsinitiative gegründet, die diesen Jugendlichen eine individuelle Förderung ermöglicht und sie zu einem Studium ermutigt. Aktuell starten bundesweit wieder neue Teilnehmer mit dem STUDIENKOMPASS durch.


Intensiver Austausch über die eigene Zukunft - Teilnehmer auf einem Workshop © STUDIENKOMPASS / Rolf Schulten


Im September begrüßt der STUDIENKOMPASS 325 Schüler, die in 16 feierlichen Aufnahmezeremonien in das Förderprogramm aufgenommen werden. Die Jugendlichen wurden in einem zweistufigen Verfahren aus mehr als 1.000 Bewerbern ausgewählt.

Sie kommen aus Familien, in denen die Eltern selbst nicht studiert haben und werden jetzt mit einem umfangreichen Angebot zur Studien- und Berufsorientierung unterstützt und gefördert.

Denn von 100 Akademikerkindern schaffen es in Deutschland 77 an die Hochschule, von 100 Nicht-Akademikerkindern sind es nur 23. Der STUDIENKOMPASS begleitet daher Schüler aus nicht-akademischen Familien für die Dauer von drei Jahren auf ihrem Weg Richtung Studienabschluss. Die Förderung beginnt zwei Jahre vor dem Abitur und bietet den Teilnehmern in den ersten beiden Hochschulsemestern Orientierung bei ihrem Start in das Studium.

Derzeit ist der STUDIENKOMPASS an 30 Standorten aktiv und leistet einen Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit am Übergang von Schule und Hochschule. Seit seiner Gründung hat der STUDIENKOMPASS insgesamt mehr als 3.200 Jugendliche gefördert - womit das Förderpogramm eine der größten privaten Bildungsinitiativen Deutschlands ist.

Eine Evaluation des STUDIENKOMPASS zeigt, dass sich die Zahl der Studierenden mit einer individuellen Studien- und Berufsorientierung erheblich steigern lässt. 95 Prozent der Teilnehmer haben sich dazu entschieden, ein Studium aufzunehmen. Und nur fünf Prozent der STUDIENKOMPASS-Teilnehmer brechen ihr Bachelorstudium ab – der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 28 Prozent.

Damit der STUDIENKOMPASS auch in die Breite wirken kann, engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung gemeinsam mit den Initiativpartnern verstärkt dafür, dass das Erfolgskonzept zu einem festen Baustein der schulischen Ausbildung wird.

So fasst zum Beispiel der Essayband „Bildungsgerechtigkeit ermöglichen! Argumente für eine rechtzeitige Studienorientierung von Jugendlichen“ Erfahrungen aus dem Förderprogramm zusammen und zeigt Transfermöglichkeiten in die Bildungspolitik. In Bayern und Berlin wurden bereits erfolgreich Methoden und Kenntnisse des STUDIENKOMPASS an Schulen übertragen.

Mit dem opernKOMPASS bringt die Deutsche Bank Stiftung weiterhin ihre Kompetenz in der kulturellen Bildungsarbeit in das Programm ein. In einem zweitägigen Workshop lernen STUDIENKOMPASS-Teilnehmer ein renommiertes Opernhaus vor und hinter der Bühne kennen.

Der Workshop wird von Stipendiaten und Alumni der "Akademie Musiktheater heute" geleitet, dem Förderprogramm der Deutsche Bank Stiftung für den Opernnachwuchs. Mit diesem Angebot unterstreicht die Deutsche Bank Stiftung ihr Anliegen, junge Menschen für Kultur zu begeistern.

Aber auch für die Berufs- und Studienorientierung ist der opernKOMPASS hilfreich, da die Jugendlichen unterschiedliche künstlerische und administrative Berufe am Theater kennenlernen.

Und endet auch einmal die Zeit im Förderprogramm - der Alumniverein ASk e.V. bietet den ehemaligen STUDIENKOMPASS-Teilnehmern die Chance, sich nachhaltig in die Bildungsinitiative einzubringen und weiterhin Kontakt zu aktuellen und ehemaligen Geförderten zu halten.

Deutsche Bank Stiftung © STUDIENKOMPASS / Rolf Schulten
Der STUDIENKOMPASS eröffnet Jugendlichen Chancen für den individuellen Bildungsweg
© STUDIENKOMPASS / Rolf Schulten



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Letzte Änderung: 24. August 2016
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