Deutsche Bank Stiftung

Akademie Musiktheater heute

Bewerbungsverfahren 2012–2014

Bewerbungskriterien für das Stipendium 2012–2014 der „Akademie Musiktheater heute“

Wer kann sich bei der Akademie bewerben und welche Anforderungen werden gestellt?
Übersicht über die Zielgruppen des Stipendienprogramms, die notwendigen Bewerbungsunterlagen sowie Informationen zum Auswahlverfahren.

Für das Stipendium der Akademie können sich vom 15. Januar bis 31. Mai 2012 bewerben

  • Berufsanfänger und Studenten mit dem Berufsziel Bühnenbild, Dirigieren, Dramaturgie, Kulturmanagement, Komposition oder Regie im Bereich Musiktheater/Oper.
  • Quereinsteiger anderer Studienrichtungen bzw. Ausbildungen mit einschlägigen Praktika oder Berufserfahrung in den Bereichen Bühnenbild, Dirigieren, Dramaturgie, Kulturmanagement, Komposition oder Regie im Bereich Musiktheater/Oper und dem Berufsziel in einer der genannten Sparten.
  • Altersgrenze: Jahrgang 1980
  • Im Sinne des künstlerischen Dialogs und der interdisziplinären Zusammenarbeit werden gute Kenntnisse der deutschen Sprache vorausgesetzt.
  • Pro Jahr werden bis zu 15 Stipendien vergeben.
  • Bewerber, die bei einem vorherigen Auswahlverfahren nicht angenommen wurden, können sich ein weiteres Mal bewerben.
  • Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2012 (es gilt der Poststempel).

Das Auswahlverfahren

  • Das Stipendium wird öffentlich ausgeschrieben.
  • Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch eine Fachjury. Die Jury setzt sich aus Kuratoriumsmitgliedern und Gastjuroren zusammen, die in jedem Jahr in wechselnder Zusammensetzung die Bewerber auswählen.
  • Die Entscheidung wird den Bewerbern bis September 2012 schriftlich mitgeteilt.
Bestandteile der Bewerbung

Vollständig auszufüllen ist das Onlineformular mit den folgenden Bestandteilen:

  • Fragen zu Ihrem Lebenslauf
  • Ein Motivationsschreiben (max. 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
  • Ein aktuelles druckfähiges Foto (mindestens 300 dpi bei 10 cm Bildbreite)
  • Der Bewerbungsbogen kann zwischengespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt über einen persönlichen Link erreicht und ergänzt werden. Allerdings können Sie immer nur dann zur nächsten Seite weiterblättern, wenn alle Pflichtfelder ausgefüllt wurden.

Zur Online-Bewerbung

Bitte senden Sie uns per Post zudem in zweifacher und ungebundener Form folgendes:

  • Obligatorisch: Aussagekräftige Zeugnisse (in Kopie). Dazu gehören z.B. Zeugnisse über Praktika bzw. Arbeitszeugnisse in für das Stipendium relevanten Bereichen sowie Hochschulzeugnisse (mit Noten). Sollten Sie Ihr Studium noch nicht abgeschlossen haben, reichen Sie bitte ein Zwischenzeugnis oder ähnliche Studiennachweise ein. Bitte achten Sie darauf, dass die Zeugnisse gut lesbar sind.

  • Akzeptiert werden Zeugnisse in deutscher sowie in englischer Sprache, bei anderssprachigen Dokumenten müssen beglaubigte Übersetzungen eines staatlich geprüften Übersetzers eingereicht werden.

  • Zwei namentlich auf die Akademie bezogene Empfehlungsschreiben aus der Praxis und/oder Wissenschaft im Original von einem Arbeitgeber oder Hochschulprofessor.
    Bitte beachten Sie: Die Empfehlungsschreiben können im Vorfeld elektronisch eingereicht werden, müssen der Akademie aber bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist im Original mit der handschriftlichen Unterschrift der ausstellenden Person vorliegen.

  • Ein in deutscher Sprache selbst verfasster Essay zum Thema der Sparte, für die Sie sich bewerben (ca. 5.000–7.500 Zeichen inkl. Leerzeichen). Bitte verwenden Sie für den Essay die Schrift Arial in Größe 11, Zeilenabstand 1,5. Untenstehend finden Sie die Essaythemen für den Stipendiatenjahrgang 2012-2014 aufgeführt (jeweilige Sparte bitte anklicken):

Essaythemen 2012
Kulturmanagement

Hat die Kunstform Oper in Deutschland eine Zukunft?

Wie ist zukünftig zu rechtfertigen, dass rein rechnerisch die Finanzierung der Opernkunst ein finanzieller Verlust ist? Wie können wir die Akzeptanz und Relevanz der Kunstform Oper für die Zukunft sichern? Ist die Vielfalt der deutschen Opernlandschaft zukunftsfähig? Welche Konsequenz wird in den nächsten Jahren die Tatsache haben, dass die gesamte Gesellschaft der Träger der Opernhäuser ist, aber nur eine kleine Schicht die Vorstellungen besucht? Wird das traditionsreiche deutsche Ensemble- und Repertoiresystem weiter bestehen oder gibt es dafür Alternativen?

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Komposition

Im zeitgenössischen Musiktheater stellt sich mit jedem Werk grundlegend die Frage, in welcher Weise Musik, Bild, Bewegung und Sprache in Beziehung zueinander treten könnten.

Bitte skizzieren Sie, wie Sie sich in Ihrem imaginären Musiktheater die Berührungspunkte und Trennlinien zwischen den beteiligten Künsten vorstellen. Was wären ideale interdisziplinäre Arbeitsbedingungen? Und was macht es nach Ihrer Vorstellung aus, dass eine Komposition musiktheatralisch angelegt ist?

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Bühnenbild
„... Ein schlechter Witzemacher würde sagen, dass die Illusion (beim Bühnenbild) zur dramatischen Kunst im selben Verhältnis steht, wie die Wachsfiguren einer Madame Tussaud zur Kunst eines Rodin; aber hören wir nicht auf ihn; zweifellos übertreibt er.“ (A. Appia, aus „Notes sur le theatre“ 1908 )

1. Suchen Sie sich aus „La Traviata“ von Verdi eine kurze Passage, die szenisch, musikalisch oder textlich  für Sie einen essentiellen Moment der Oper darstellt und die Ihren Zugang zu dem gesamten Werk beleuchtet. (Kurzer Text mit Beschreibung der Situation und Begründung, evtl. Noten o.ä.)
2. Suchen Sie einen Ort in der Realität, der für Sie eine atmosphärisch-metaphorische Umsetzung dieser kurzen Passage darstellt. Der reale Ort soll keine Vorlage für ein nachzubauendes Bühnenbild sein. (Bitte Foto mitschicken)
3. Mit welchen Mitteln (z.B. mit welchem Instrument oder welcher Schrift wie z.B. kurzer Text, Foto, Fotomontage, Skizze o.ä.) würden Sie uns diesen Ort bei einer Begehung präsentieren, um uns dort den Bezug zur von Ihnen gewählten Passage aus der „Traviata“ zu verdeutlichen?
4. Entwerfen Sie ein repertoirefähiges Raumkonzept für alle 4 Bilder der „Traviata“ für eine traditionelle Guckkastenbühne mittlerer Größe (z.B. Skizzen, Zeichnungen, Recherchefotos, Modelfotos). Wählen Sie dafür ein existierendes Haus. In diesem Raumkonzept sollte der für Sie essentielle Moment eine Rolle spielen, allerdings soll nicht der reale Ort Ihrer Recherche auf der Bühne abgebildet werden.

Bitte wählen Sie für alles eine zweidimensionale Form der Präsentation. Wählen Sie die Präsentationsform(en), die sich Ihrer Meinung nach am besten eignen, Ihre Ideen allen Beteiligten einer Produktion zu kommunizieren.

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Regie
I. Bitte ein Essay verfassen zu: Was ist ein Konzept?
II. Legen Sie ein von Ihnen verfasstes Konzept bei.

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Dramaturgie
„...und vergess mir nicht das Populare in Deiner Komposition!“ wäre das passende Cliché-Zitat von W. A. Mozarts Vater. Wie könnte ein konkretes Neues-Musik-Theater-Projekt, produziert an einem Stadttheater, aussehen, das das Populäre und das anspruchsvoll zeitgenössische Denken zusammenführt, reflektiert und kommuniziert?

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Dirigieren

Wie sähe für Sie – ausgehend vom Repertoirespielbetrieb – das ideale Opernorchester der Zukunft aus? (Organisation, Arbeitsweise, Besetzung, Mitsprache der Musiker etc.)

Vergleichen Sie Ihre Vorstellungen mit der Realität eines mittleren Hauses. Welche Änderungen/Reformen erscheinen Ihnen am dringlichsten und wie sehen Sie ihre praktische Durchsetzbarkeit?

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Für Bewerber der Sparten Bühnenbild und Komposition ist außerdem die Einreichung von ein bis zwei Arbeitsproben obligatorisch. Bitte senden Sie uns diese in einfacher Form ebenfalls per Post zu.

  • Sparte Komposition: mindestens eine, maximal zwei Arbeitsproben (Partitur und/oder CD)
  • Sparte Bühnenbild: Fotos von ein bis zwei selbst gefertigten Bühnenbildern

Die Zeugnisse, Empfehlungsschreiben, Essays sowie Arbeitsproben (Sparte Bühnenbild und Komposition) senden Sie bitte an die unten angegebene Postadresse der „Akademie Musiktheater heute“. Bewerbungen, die nicht den genannten Kriterien entsprechen, können nicht bearbeitet werden! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Akademie Musiktheater heute
der Deutsche Bank Stiftung
Börsenplatz 5
60262 Frankfurt am Main
Bei Fragen:
Tel.: +49 (0) 69 2 47 52 59 - 30
Fax: +49 (0) 69 2 47 52 59 - 93
akademie.musiktheater-heute@db.com

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