Die Versuchung des heiligen Antonius
Festakt der „Akademie Musiktheater heute“ im Holzfoyer der Oper Frankfurt
Die Stipendiaten 2009-2011 begrüßen den neuen Jahrgang mit einem Einblick in ihre gemeinsame Produktion "Die Versuchung des heiligen Antonius"
© Deutsche Bank Stiftung/Philipp Ottendörfer
Die gleichnamige literarische Vorlage zum Stück stammt von Gustave Flaubert. Ein wichtiges Anliegen der jungen Künstler war es, verschiedene Realitätsebenen zu schaffen und gewohnte Wahrnehmungsmechanismen aus den Angeln zu heben. Die Stipendiaten haben entschieden, die verschiedenen Bilder des opulenten Romans zu einer episodischen Geschichte zu verweben. Szenen des Romans vermischten sich mit Begebenheiten aus Flauberts Leben und Einblicken in einen fiebrigen künstlerischen Schaffensprozess.
Anhand einer Collage aus Texten von Baudelaire bis Beckett und den Beat-Poets sowie ausgewählten Musikstücken aus dem klassischen Repertoire als ewige Metapher für Inspiration und Ritus beschrieb das Stück den Weg eines Dichters über verschiedene Stationen der Stigmatisierung hinweg, stets um die Worte seiner Schöpfung ringend, bis hin zum „Kuss der Musen“ und der Aufnahme in die sich feiernde Künstlergemeinde. Am Ende der Aufführung stand dann das, was ihr Anfang negiert hatte: Eine lebendig gewordene Idee, die in der Form des ersten Monologs aus dem Musiktheater „Die Versuchung des heiligen Antonius“ zu Tage tritt.
Der Festakt der Akademie in Frankfurt und die Uraufführung von „Die Versuchung des heiligen Antonius“ sind das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen der Deutsche Bank Stiftung, der Oper Frankfurt und dem Oldenburgischen Staatstheater.
Produktionsteam des Stipendiatenjahrgangs 2009-2011
Komposition: Ulrich Kreppein
Musikalische Leitung: Barbara Kler
Regie: Alexander Fahima
Bühnenbild/Kostüme: Julia Schnittger
Dramaturgie: Patrick Hahn, Martina Stütz
Produktionsleitung:Tillmann Wiegand
sowie als Gäste aus dem Ensemble des Oldenburgischen Staatstheaters
Bariton: Paul Brady
Klarinette/Baßklarinette: Josef Muhr
Violoncello: André Saad
Klavier: Jason Weaver
Weitere Mitwirkende
Till Bleckwedel, Attila Erüstün, Manolo Hinkel, Marie Kromminga, Nadja Petri