Akademie Musiktheater heute
Akademie Musiktheater heute
Die Oper braucht Nachwuchs, und das nicht nur auf der Bühne
Festakt 2007: Die Sängerin Almuth Kühne zwischen zwei Mitgliedern des Quarrel Quartetts© Photo: Katrin Schander
In das von der Deutsche Bank Stiftung betreute Förderprogramm werden jährlich 15 begabte Dirigenten, Regisseure, Kulturmanager, Dramaturgen und Komponisten aufgenommen. Sie haben am Netzwerk der Akademie teil und gewinnen wichtige Einblicke in die Praxis: Jedes Jahr besuchen sie ausgewählte Operninszenierungen sowie ein mehrtägiges internationales Opernfestival. Zu jeder Inszenierung gibt es Hintergrundgespräche mit den beteiligten Künstlern, mit Intendanten, Dramaturgen und Management-Experten.
Schlussapplaus beim Festakt 2007 im Frankfurter Mousonturm© Photo: Katrin Schander
So gibt die Akademie Musiktheater heute Raum für die intensive Auseinandersetzung mit aktueller Aufführungspraxis und für Gespräche mit etablierten Managern und Künstlern des Musiktheaters: ein Dialog zwischen den Machern von heute und morgen, ein Ort sowohl des theoretischen Diskurses als auch der praktischen Auseinandersetzung mit den Sachzwängen des Alltags – und eine Chance, über die Grenzen einzelner Opernhäuser hinweg an der lebendigen Weiterentwicklung des Musiktheaters als zeitgenössischer Kunstform zu arbeiten.
Ein Grundgedanke ist dabei die interdisziplinäre Zusammensetzung der Stipendiaten-Gruppe, die einen Dialog zwischen den im Opernalltag zu oft getrennt agierenden Musik- und Regiebereichen ermöglicht. Die Akademie fördert zudem die Teilnahme an Nachwuchswettbewerben, wie z.B. dem Regiewettbewerb in Graz, und unterstützt die Stipendiaten bei eigenen Produktionen.
Die Akademie Musiktheater heute ging 2007 in ihr siebtes Jahr: Seit 2001 wurden über hundert Stipendiaten aufgenommen und gefördert. Längst prägen zahlreiche Alumni, aber auch die aktuellen Stipendiaten den Musiktheater-Betrieb, immer wieder treffen sie auch in gemeinsamen Produktionen als Kollegen aufeinander. „Die Netzwerkbildung der Teilnehmer ist uns ein wichtiges Anliegen, deshalb fördern wir ja auch bewusst die praktische Zusammenarbeit“, betont Michael Münch, Vorstand der Deutsche Bank Stiftung. „Es freut uns ganz besonders, dass sich diese gemeinsame Arbeit inzwischen auch ohne unser Zutun immer öfter ergibt und dass an mehreren Häusern Stipendiaten oder Alumni regelmäßig zusammenarbeiten.“
Arbeitsessen während der Alumnitagung „Barocktheater Heute – Von der Wissenschaft zur Bühne“ (Juni 2007)© Photo: Masayuki Carvalho
Auch nach dem Ende der aktiven Stipendiatenzeit gibt es noch regen Austausch unter den inzwischen Alumni sowie den aktuellen Stipendiaten. Die Akademie fördert den Kontakt und die jahrgangsübergreifende Netzwerkbildung beispielsweise durch Alumni-Tagungen. Ein weiterer gemeinsamer Termin ist der jährlich stattfindende Festakt zur Begrüßung der neuen Stipendiaten, bei dem Kontakte gepflegt oder aufgefrischt werden können und schon so manches gemeinsame Projekt geplant wurde.
Weitere Informationen
- Aktuelle Broschüre der Akademie [PDF / 2,95 MB]
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