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Kunst

Jugend-Kunst-Preis

Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis

Der bundesweite Wettbewerb „Jugend interpretiert Kunst“ begeistert Schülerinnen und Schüler für zeitgenössische Kunst

Am 25. Januar 2010 wurden die Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend interpretiert Kunst 2009“ in Duisburg ausgezeichnet und die Ausstellung mit den Arbeiten aller diesjährigen Teilnehmer eröffnet.
Die Jury um Walter Smerling und Markus Lüpertz hat sich auch in dieser Wettbewerbsrunde ihre Entscheidung nicht leicht gemacht und aus den 20 eingereichten, durchweg interessanten und anregenden Schülerarbeiten mehrheitlich die drei diesjährigen Gewinner ermittelt. Der 1. Preis in Höhe von 5.000 Euro ging an das Mariengymnasium aus Essen für die Arbeit „Geschichtete Geschichte“.
Erster Preis Essen 1. Preis: „Geschichtete Geschichte“, Mariengymnasium Essen© Photo: Georg Lukas

Überzeugt hat die Jury die ironische und kritische Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser in ästhetischer und formaler Hinsicht stimmigen Arbeit. Die Kombination unterschiedlichster Gegenstände reflektiert auf subtile Weise historische Entwicklungsstufen aus der persönlichen Sicht der Mitwirkenden. Dabei ist die inszenierte Auftürmung der Materialien zugleich authentisch für die Region. Die Schüler machen eindrucksvoll deren Wandel sichtbar: Der alte Rohstoff „Kohle“ steht zwar immer noch als Symbol für Energie und Wirtschaft, allerdings braucht es für die Gestaltung der Zukunft mehr – den Rohstoff Geist. Die Schüler haben diesen Beziehungswandel mit Kreativität in ihrer eigenen Sprache geistreich umgesetzt.

Den 2. Preis in Höhe von 2.000,- EUR erhielt die Erich Kästner Gesamtschule aus Duisburg. Die kleinformatigen Bilder ergeben in ihrer Gesamtkonzeption eine Dichte von Bildinterpretationen, deren Schwerpunkt im Beobachten, Finden von Formen und deren malerischer Umsetzung liegt. Faszinierend zu sehen ist die Detailarbeit, mit denen sich die Schüler dabei in piktogrammhafter, abstrahierter Form der konkreten Umgebung, dem Museum und dem Innenhafen widmen. Sie präsentieren dabei keine reine Materialsammlung, sondern die gewählte Materialität der Zinkplatten und die Reduktion auf die Farbwerte Grün, Grau und Silber sind maßgeblich für die harmonische Wirkungsweise. Alle 150 Bilder sind individuelle Arbeiten, die sich überzeugend zu einer Gemeinschaftsarbeit zusammenfügen.

Zweiter Preis Duisburg 2. Preis: Erich Kästner Gesamtschule, Duisburg© Photo: Georg Lukas

Der 3. Preis in Höhe von 1.000,- EUR geht an das Evangelische Kreuzgymnasium aus Dresden für die Arbeit „braune schlachten“. Die Arbeit überzeugt durch die höchst eigenständige Interpretation historischer und zeitgenössischer Kunstströmungen, in die die Schüler collagenartig Gebrauchsmuster ihres Alltags einfließen lassen. Obwohl die Gestaltung durchaus auf konventionelle künstlerische Mittel zurückgreift, gelingt die Schaffung einer bemerkenswert dichten Atmosphäre. Die Schüler reflektieren kulturelle und gesellschaftspolitische Entwicklungen und stellen sich der Frage: An welcher Stelle wird Gedankengut illegal und ist nicht mehr zu verantworten? Hierzu nehmen sie mit künstlerischen Mitteln eine sehr ambitionierte und couragierte Haltung ein.

Die Deutsche Bank Stiftung richtet den Wettbewerb in Kooperation mit dem Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg sowie der Stadt Duisburg aus. Ziel ist es, den Jugendlichen einen Weg zur aktiven, kreativen Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst zu weisen. Die Entwicklung eigenständiger Positionen in Bezug auf aktuelle künstlerische Fragestellungen und Ausdrucksformen wird durch das eigene kreative Tun auf besondere Weise gefördert.

3. Preis Dresden 3. Preis: „braune schlachten“, Evangelisches Kreuzgymnasium, Dresden© Photo: Georg Lukas
Bundesweit wurden 20 Klassen ausgelost, die an dem Wettbewerb teilnehmen durften. Die 20 teilnehmenden Schulen besuchten das MKM über das ganze Jahr hinweg und wurden dabei kunstpädagogisch und organisatorisch betreut. Sie setzten sich mit den dort präsentierten Künstlern und ihren Werken auseinander, konnten die Kunstwerke in aller Ruhe betrachten und vergleichen, Fachleute mit Fragen bestürmen und schließlich die eigene Kreativität unter Beweis stellen.
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