Deutsche Bank Stiftung

Kunst

Villa Romana

Villa Romana-Preisträger 2010 ausgewählt

Vier junge Künstler erhalten das renommierte Stipendium im Künstlerhaus in Florenz

Auf ihrer Sitzung am 6. Juni 2010 in Florenz wählten die diesjährigen Juroren – Susanne Gaensheimer, Direktorin des Museums für Moderne Kunst Frankfurt und die in Neuss lebende Künstlerin Rita McBride – die Preisträger des Villa Romana-Preises 2010 aus: Anna Heidenhain, Sebastian Dacey, Anna Möller und Martin Pfeifle sind die glücklichen Gewinner.
Präsentiert sich in neuem Glanz: Das Künstlerhaus Villa Romana Präsentiert sich in neuem Glanz: Das Künstlerhaus Villa Romana© Photo: Heinz Peter Knes

Der Villa Romana-Preis ist mit einem zehnmonatigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus in Florenz, einem freien Atelier sowie einem monatlichen Stipendium verbunden. Die Villa Romana wurde 1905 von dem Maler Max Klinger erworben, um Künstlern eine großzügige Arbeitssituation in Florenz zu bieten.  „Von Künstlern für Künstler” war das erklärte Motto der Gründer. Die Geschichte des Villa Romana-Preises ist mit vielen bedeutenden Namen verbunden. So waren neben anderen Max Beckmann, Käthe Kollwitz und Ernst Barlach, Georg Baselitz und Markus Lüpertz, Karin Sander, Katharina Grosse, Dellbrügge & de Moll sowie Amelie von Wulffen Preisträger der Villa. 

Größter privater Förderer des Trägervereins ist heute die Deutsche Bank Stiftung, weitere Beiträge stellen die übrigen Mitglieder und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung. Jedes Jahr ermöglicht der Trägerverein der Villa Romana besonders begabten, meist jüngeren Künstlern aus Deutschland, für zehn Monate im Künstlerhaus zu leben und zu arbeiten.

Toskana © Photo: Heinz Peter Knes

Der Villa Romana-Preis ist nicht nur der älteste deutsche Kunstpreis, sondern auch das am längsten bestehende kulturelle Engagement der Deutschen Bank: Seit mehr als 80 Jahren unterstützt das Unternehmen diese renommierte Auszeichnung für zeitgenössische Kunst in Deutschland und dokumentiert damit eindrücklich die Tradition der Nachwuchsförderung in der Bank. Anknüpfend an diese lange Förder-Tradition unterstützt die Deutsche Bank Stiftung die Aktivitäten des Vereins Villa Romana e.V. bereits seit Jahren nicht nur finanziell, sondern auch personell durch ehrenamtliche Übernahme von Vereins-Mandaten durch Mitarbeiter der Bank.

 „Eine vitale Kunstszene braucht zweierlei: nicht nur angemessene Lebens- und Arbeitsbedingungen für Künstler, sondern auch ein Publikum, für das die Auseinandersetzung mit Kunst ein bereichernder und selbstverständlicher Teil des Lebens ist“, erklärt Dr. Tessen von Heydebreck, Vorstand der Deutsche Bank Stiftung. „Dass die Villa Romana sich heute auch mit Ausstellungen als ein internationales und vernetztes Forum für zeitgenössische Kunst in Florenz präsentiert, entspricht dem kulturellen Selbstverständnis der Deutschen Bank.“

Angelika Stepken (rechts im Bild) mit Preisträgern und Gästen der Villa Angelika Stepken (rechts im Bild) mit Preisträgern und Gästen der Villa© Photo: Heinz Peter Knes
Diese Vernetzung wird seit 2007 zusätzlich unterstützt: Der 2007 erstmals von der Deutsche Bank Stiftung vergebene „Kandinsky Prize“, der höchstdotierte Preis für russische Gegenwartskunst, ist in der Kategorie „Bester junger Künstler“ mit einem dreimonatigen Gastaufenthalt in der Villa Romana verbunden.
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