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Bildung

Studienkompass

Auf Kurs Richtung Uni

Mehr Studienchancen für Jugendliche aus nichtakademischen Elternhäusern

Die Zahl der Hochschulabsolventen in Deutschland ist im internationalen Vergleich deutlich zu gering. Das zeigt sich bereits bei Unternehmen, die einen Mangel an hochqualifizierten Nachwuchskräften beklagen.

Um mehr und insbesondere Jugendliche aus nichtakademischen Elternhäusern zum Studium zu ermutigen und ihre Berufschancen zu verbessern, startete die Deutsche Bank Stiftung zusammen mit der Accenture-Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft 2007 die Initiative STUDIENKOMPASS. Wie wichtig eine solche Initiative ist, belegen Forschungsergebnisse, darunter die Studie „Bildung in Deutschland 2008“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung: Der Anteil der Studierenden aus Nicht-Akademikerfamilien ist im Vergleich zu Altersgenossen mit akademischem Hintergrund deutlich geringer.

Vom 1. Februar bis 7. März 2010 können sich Schülerinnen und Schülern, deren Eltern nicht studiert haben, in 13 deutschen Städten wieder um die Aufnahme in das Förderprogramm STUDIENKOMPASS unter www.studienkompass.de bewerben.

Der STUDIENKOMPASS bietet Jugendlichen eine dreijährige persönliche Förderung und professionelle Studienorientierung. Die Förderung beginnt zwei Jahre vor dem Abitur. Darüber hinaus werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in den ersten beiden Hochschulsemestern beraten und unterstützt, um den Start in das Studium zu erleichtern und so den Weg zu einem erfolgreichen Abschluss zu ebnen.

Bislang ist der STUDIENKOMPASS, der unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, steht, in 13 Regionen Deutschlands aktiv und fördert bundesweit 650 Schülerinnen und Schüler. Damit ist der STUDIENKOMPASS eine der größten privaten Bildungsinitiativen Deutschlands.

Bild Studienkompass © Stiftung der Deutschen Wirtschaft

Die Deutsche Bank Stiftung hat zusätzlich zu Ihrer Initiativpartnerschaft die regionale Förderung für den STUDIENKOMPASS-Standort Frankfurt am Main übernommen und engagiert sich in dieser Rolle besonders für die Schülerinnen und Schüler.

Dr. Tessen von Heydebreck, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank Stiftung: „Unser Land kann es sich nicht erlauben, auf das Potenzial dieser jungen begabten Menschen zu verzichten. Wir müssen dafür sorgen, dass sie ihre Talente entfalten können, um den Herausforderungen der Zukunft wirksam zu begegnen.“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert die wissenschaftliche Begleitforschung des STUDIENKOMPASS. Erste Ergebnisse belegen, dass der Unterstützungsbedarf von Schülern bei der Studien- und Berufsorientierung stark von familiären und persönlichen Voraussetzungen abhängt. Grundsätzlich gilt: Je höher der Bildungsabschluss der Eltern, desto mehr häusliche Unterstützung bekommen die Kinder bei der Studien- und Berufswahl, mit niedriger werdendem Bildungsabschluss der Eltern sinkt sie. Dieses Ergebnis unterstreicht die große Bedeutung des STUDIENKOMPASS. Die Evaluation zeigt zudem die hohe Zufriedenheit der Teilnehmer hinsichtlich Betreuung, Kompetenzen der Trainer, Arbeitsmaterialien und Gruppengröße und bescheinigt den Jugendlichen eine rege Eigeninitiative.

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